Millionenschaden in NRW Frau wegen erfundener Corona-Testzentren angeklagt

Es soll ein Schaden von 1,1 Millionen Euro entstanden sein: In Essen ist eine mutmaßliche Betrügerin angeklagt worden – weil sie offenbar elf Corona-Testzentren komplett erfunden und fiktive Tests abgerechnet hat.
Coronatest (Symbolfoto)

Coronatest (Symbolfoto)

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Die Vorwürfe klingen ungeheuerlich: Eine mutmaßliche Betrügerin soll mindestens elf Corona-Testzentren komplett erfunden und fiktive Tests sowie Impfungen abgerechnet haben. Deshalb ist in Essen Anklage gegen die Frau erhoben worden.

Wie aus einem Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen hervorgeht, soll ein Schaden von 1,1 Millionen Euro entstanden sein. Das meiste Geld sei sichergestellt worden, hieß es. Die Beschuldigte sitze in Untersuchungshaft.

Laut Justizministerium wurde am 7. Januar vor einem Schöffengericht in Essen Anklage erhoben. Die Frau soll demnach bundesweit bei Kassenärztlichen Vereinigungen im Onlineverfahren elf Teststellen angemeldet haben, »die tatsächlich nicht existiert hätten.« 925.000 Euro der mutmaßlichen Beute habe man durch Kontopfändungen sichern können.

wit/dpa