Unterlassene Hilfe für Rentner in Bank Zwei der Verurteilten gehen in Berufung

Weil sie einen hilflosen Rentner in einer Essener Bank am Boden liegen ließen, wurden drei Menschen wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt. Zwei der Verurteilten wollen ihre Geldstrafe nicht akzeptieren.

DPA Angeklagte im Amtsgericht Essen- Borbeck
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Angeklagte im Amtsgericht Essen- Borbeck


Ein Rentner kollabierte im Vorraum einer Essener Bank. Statt Hilfe zu leisten, gingen mehrere Menschen an ihm vorbei: Mitte September wurden drei Personen wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt. Jetzt legen zwei von ihnen Berufung ein. Das bestätigte der Direktor des Amtsgerichts Essen-Borbeck, Hermann Heimeshoff. Der dritte Verurteilte habe die Einspruchsfrist verstreichen lassen.

Das Gericht hatte die zwei 55 und 61 Jahre alten Männer und eine 39-jährige Frau zu Geldstrafen von bis zu 3600 Euro verurteilt. Laut Urteil waren sie im Oktober vergangenen Jahres ungerührt an dem im Vorraum der Bank auf dem Boden liegenden Mann vorbeigegangen. Die drei Angeklagten sagten vor Gericht aus, sie hätten den 83-Jährigen für einen schlafenden Obdachlosen gehalten.

Der Rentner starb eine Woche später im Krankenhaus. Ein Gutachter hatte im Prozess gesagt, dass ein schnelleres Eingreifen eines Notarztes nicht zwingend zum Überleben des Mannes beigetragen hätte. Berufung legten die Frau und der 55-Jährige ein. Diese wird nun am Landgericht Essen verhandelt.

bbr/dpa



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