Angriffe mit Stühlen und Tischbeinen Verletzte bei Massenschlägereien in Essen und Worms

In Essen haben sich Hunderte eine Massenschlägerei geliefert, ein 30-Jähriger erlitt Stichverletzungen. In Worms attackierten sich bis zu 20 Menschen – in beiden Fällen wurden Einrichtungsgegenstände als Waffe benutzt.

Im rheinland-pfälzischen Worms sind nach einem eskalierten Streit bis zu 20 Menschen aufeinander losgegangen. In der Innenstadt sollen sich am frühen Sonntagmorgen etwa 15 bis 20 Menschen mit Stühlen, Tischbeinen und Gürteln attackiert haben, wie es in einer Polizeimitteilung  heißt. Dabei seien mindestens vier Menschen verletzt worden.

In Essen in Nordrhein-Westfalen gerieten am Samstagabend noch deutlich mehr Menschen aneinander. Die Polizei berichtet  von einer Massenschlägerei mit mehreren Hundert Beteiligten, bei der ein 30-Jähriger durch eine Stichwaffe schwer verletzt worden sei. Bei der Auseinandersetzung sei es zum Einsatz von »Mobiliar, Tassen, Tellern, aber auch Messern und Stöcken« gekommen.

Streit von Großfamilien?

Insgesamt gebe es nach der Auseinandersetzung in Essen mindestens drei Verletzte. Die Polizei vermutet, dass hinter der Prügelei ein Streit zwischen zwei Großfamilien steckt. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte in den vergangenen Jahren verstärkt versucht, gegen Clanstrukturen insbesondere im Ruhrgebiet vorzugehen.

Der schwer verletzte Mann kam in ein Krankenhaus, einer der beiden leichter verletzten Beteiligten wurde festgenommen – ihn hatte die Polizei wegen eines Raubdelikts gesucht.

Die Hintergründe der Auseinandersetzung in Worms sind dagegen noch unklar. Beim Eintreffen der ersten Streife flüchtete ein Großteil der Beteiligten in unbekannte Richtung.

Die Polizei bittet in beiden Fällen um Hinweise und Zeugenaussagen zu dem Geschehen.

apr/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.