"Held von Mogadischu" Diebe räumen Tresor von Ulrich Wegener leer

Er war Gründungskommandeur der Anti-Terror-Einheit GSG9, sein spektakulärster Einsatz war die Befreiung der Geiseln aus der Lufthansa-Maschine "Landshut" in Mogadischu. Nun ist Ulrich Wegener Opfer eines Einbruchs geworden. Diebe stiegen in sein Haus im Westerwald ein.

Ulrich Wegener, ehemaliger GSG9-Kommandeur (2012): Opfer von Einbrechern
DPA

Ulrich Wegener, ehemaliger GSG9-Kommandeur (2012): Opfer von Einbrechern


Neuwied - Beim früheren GSG9-Chef Ulrich Wegener ist eingebrochen worden. Die Polizei im rheinland-pfälzischen Neuwied bestätigte Ermittlungen in dem Fall und eine entsprechende Meldung der "Bild"-Zeitung".

Bisher unbekannte Täter stiegen laut dem Bericht in das Haus des "Helden von Mogadischu" im Westerwald ein. Dort knackten sie einen Wandtresor und erbeuteten unter anderem zwei Waffen, Wegeners Uhren-Sammlung und Bargeld. Der 84-Jährige sei zur Tatzeit nicht zu Hause gewesen, hieß es.

Wegener war Gründungskommandeur der Anti-Terrorismus-Einheit Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9). Sein spektakulärster Einsatz fand im Oktober 1977 in Mogadischu statt. Dorthin hatte ein Kommando der "Volksfront zur Befreiung Palästinas" PFLP die Lufthansa-Maschine "Landshut" entführt, um die Gründergeneration der Roten Armee Fraktion freizupressen. Sieben Minuten brauchte die GSG 9 in der somalischen Hauptstadt, um das Flugzeug aufzusprengen und 86 Geiseln zu befreien; drei Geiselnehmer wurden getötet, eine Passagierin verletzt.

Auch nach Mogadischu kam die GSG 9 wiederholt zum Einsatz. 1993 etwa beendete sie das Kidnapping einer Boeing 737 auf dem Düsseldorfer Flughafen, ein Jahr später eine Geiselnahme in einem Kasseler Gefängnis.

wit/dpa



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