Straßen und Kreuzungen blockiert Extinction Rebellion protestiert in London – Polizei nimmt Demonstranten fest

Klimaaktivisten von Extinction Rebellion blockierten in London Straßen und bauten einen riesigen pinken Tisch auf. Die Polizei meldete Dutzende Festnahmen. In Oslo drangen Aktivisten in ein Ministerium ein.
Polizisten räumten Straßen in London und nahmen Dutzende Menschen fest

Polizisten räumten Straßen in London und nahmen Dutzende Menschen fest

Foto: Ian West / dpa

Bei Protestaktionen von Klimaschützern in London sind am Montag 52 Menschen festgenommen worden. Nach einem Aufruf der Organisation Extinction Rebellion hatten Demonstranten Straßen und Kreuzungen in der Innenstadt blockiert, beispielsweise in der Nähe des Trafalgar Square. Einige ketteten sich an Autos fest.

Die Polizei sprach in einer Mitteilung  von 52 Festnahmen »wegen einer Vielzahl von Straftaten«, konkretisierte diese aber nicht.

Die jüngste Aktion von Extinction Rebellion stand unter dem Motto »Impossible Rebellion« (»Unmögliche Rebellion«). Die Teilnehmer bauten auf einer Kreuzung einen riesigen pinken Tisch mit der Aufschrift »Come to the table« (»Kommt an den Tisch«) auf.

»Worauf wartet ihr?«, twitterte  der britische Zweig der Organisation. »Soll eure Umgebung unter Wasser stehen oder eure Straße von Geröll und Autos blockiert werden?« Der Klimanotstand sei eingetreten und die »Rebellion für das Leben« habe begonnen. Die Proteste sollen nach dem Willen der Klimaschützer zwei Wochen lang dauern.

Extinction Rebellion baute einen pinken Tisch auf einer Kreuzung auf

Extinction Rebellion baute einen pinken Tisch auf einer Kreuzung auf

Foto: MI News / imago images/NurPhoto

Proteste auch in Oslo

Auch in Norwegens Hauptstadt Oslo protestierten Aktivisten von Extinction Rebellion am Montag. Sie blockierten mehr als fünf Stunden lang den Zugang zum norwegischen Öl- und Energieministerium. Die Polizei räumte das Gebäude und nahm nach eigenen Angaben 19 Personen fest, die meisten davon sollen sich im Ministerium befunden haben.

Der Klimawandel ist im Vorfeld der Wahlen in Norwegen am 13. September zu einem Schwerpunkt der Debatte geworden.

Extinction Rebellion wurde 2018 in Großbritannien gegründet. Die Gruppe nutzt Möglichkeiten zivilen Ungehorsams, um Untätigkeit im Kampf gegen die Klimakrise anzuprangern. Mehrfach gelang es der Gruppierung, Teile der britischen Hauptstadt und andere Städte mit Protestaktionen zum Stillstand zu bringen. Ein Teil der Aktionen richtete sich auch gegen Privatunternehmen, etwa Zeitungsredaktionen und Zentralen von Energieunternehmen.

ptz/dpa/AFP/Reuters
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