Brüssel Unbekannte erschießen Manager von ExxonMobil

Ein leitender Angestellter des Ölkonzerns ExxonMobil ist in Belgien erschossen worden. Nicholas Mockford und seine Frau wurden angegriffen, als sie ein Restaurant verließen. Nun spekulieren britische Medien: Handelt es sich um einen Auftragsmord?


Brüssel - Die Tat geschah bereits am 14. Oktober, wurde aber erst jetzt in England bekannt: Nicholas Mockford, ein leitender Angestellter des Ölkonzerns ExxonMobil, ist in Belgien erschossen worden. Der Brite und seine Frau waren in einem Vorort von Brüssel in einem italienischen Restaurant essen. Als sie zurück zu ihrem Auto gehen wollten, schlugen die Täter zu.

Was sich genau abgespielt hat, ist noch unklar. Die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf einen Polizeireport, ein Mann hätte Mockfords Frau geschlagen und versucht, ihr die Handtasche zu stehlen. Dann sei plötzlich ein zweiter Mann aufgetaucht und habe viermal auf den 60-Jährigen geschossen.

Die Angreifer hätten Motorradhelme getragen und seien zunächst zu Fuß geflüchtet. Später seien sie auf einem Motorrad gesehen worden.

Im "Telegraph" heißt es, Mockford sei von drei Kugeln getroffen worden - bei der letzten habe er schon auf dem Boden gelegen. Mary Mockford habe ihren Mann nach der Tat im Arm gehalten und um Hilfe geschrien. Die Polizei habe ursprünglich einen Autodiebstahl nicht ausgeschlossen, heißt es in dem Bericht. Aber Mockfords Auto sei nicht gestohlen worden.

Der "Telegraph" zitiert auch einen Verwandten des Opfers mit den Worten, Mockford sei nach seiner Überzeugung von einem professionellen Killer getötet worden.

Ein namentlich nicht genannter belgischer Polizist sagte der BBC, es sei ein seltsamer Fall, Bundespolizisten hätten die Ermittlungen übernommen. Laut BBC wurde in lokalen belgischen Medien schon früher über den Mord berichtet.

Nach Konzernangaben leitete Mockford das belgische Büro von ExxonMobil in Grimbergen nördlich von Brüssel. Laut "Telegraph" war er in leitender Funktion im Marketing tätig. "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass der Vorfall etwas mit der Arbeit Mockfords zu tun hat", sagte ein Sprecher von ExxonMobile.

hut/AP/Reuters



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