Fall Peggy Polizei fordert mehr Zeit für Spurensuche

Nach dem spektakulären Fund von DNA-Spuren im Fall Peggy Knobloch hat eine Sonderkommission ihre Arbeit aufgenommen. Nun wünscht sich die Polizei mehr Zeit für die Ermittlungen.


Für die Klärung eines DNA-Fundes im Fall Peggy hat die Polizei um Geduld gebeten. "Ich denke, man muss den Ermittlern ein bisschen Zeit geben", sagte ein Sprecher der Polizei Oberfranken. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bayreuth hatte die Behörde am vergangenen Donnerstag überraschend bekannt gegeben, dass am Fundort der Skelettteile von Peggy genetisches Material des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt entdeckt wurde.

"Die Ermittlungen werden so lange dauern, bis wir herausgefunden haben, wie die Spur gesetzt wurde", sagte der Sprecher. Zu Spekulationen, in welcher Entfernung von den Knochen des Mädchens der Gegenstand mit der DNA-Spur gefunden wurde, sagte er: "Wir haben geschrieben 'am Fundort' der Leiche. Wenn man das genau liest, weiß man es."

Die damals neunjährige Peggy war 2001 im oberfränkischen Lichtenberg verschwunden. 15 Jahre später, im vergangenen Juli, wurden Skelettteile von ihr in einem Wald in Thüringen entdeckt.

cnn/dpa

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