Fahrkartenautomaten gesprengt Ex-Fremdenlegionär muss vier Jahre in Haft

Ein 33-Jähriger ist vom Landgericht Darmstadt zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte Dutzende Fahrkartenautomaten in mehreren Bundesländern geknackt - und die Taten im Prozess gestanden.
Prozessauftakt (Ende März): Der Angeklagte mit seinem Verteidiger

Prozessauftakt (Ende März): Der Angeklagte mit seinem Verteidiger

Foto: Frm/ dpa

Darmstadt - Für eine Serie von Sprengstoff-Anschlägen auf Fahrkartenautomaten hat das Landgericht Darmstadt einen ehemaligen Fremdenlegionär verurteilt. Der 33-Jährige muss vier Jahre ins Gefängnis. Die mehr als 30 Taten seien begangen worden, "um an Geld zu kommen", sagte die Vorsitzende Richterin Cornelia Hartmann-Grimm in der Urteilsbegründung.

Der Angeklagte hatte zum Prozessbeginn Ende März ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Deshalb fiel das Urteil schon am zweiten Verhandlungstag. Dem Mann war vorgeworfen worden, zwischen März und August 2013 hauptsächlich in Hessen, aber auch in Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und Bayern zugeschlagen zu haben.

"Es war Verzweiflung. Hartz IV war gesperrt, ich hatte kein Essen mehr und war mit der Miete im Rückstand", sagte der 33-Jährige. "Da kam ich auf die Idee mit den Fahrkartenautomaten." Er erbeutete laut Staatsanwaltschaft etwa 32.000 Euro. Der Sachschaden wird auf mindestens 790.000 Euro geschätzt.

Erst im Januar hatte das Landgericht Fulda drei Männer wegen Sprengungen von Fahrkartenautomaten in Hessen zu hohen Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt.

wit/dpa