Tote 14-Jährige Ermittler suchen Zeugen im Fall Ayleen

Im Fall der getöteten Ayleen aus Baden-Württemberg geht die Polizei davon aus, dass die 14-Jährige in Hessen ums Leben kam. Mit Fragen zum Auto des Verdächtigen wenden sie sich nun an die Öffentlichkeit.
Fahndung der Polizei: Mit diesem Ford Ka soll der Verdächtige auf der A5 unterwegs gewesen sein

Fahndung der Polizei: Mit diesem Ford Ka soll der Verdächtige auf der A5 unterwegs gewesen sein

Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen

Im Fall der getöteten Ayleen aus Baden-Württemberg hat die Staatsanwaltschaft Gießen die weiteren Ermittlungen übernommen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sei davon auszugehen, dass die 14-Jährige in Hessen zu Tode gekommen sei, teilt die Behörde mit. Die Ermittlungen übernimmt demnach eine 30-köpfige Sonderkommission (Soko) »Lacus«.

Die Jugendliche aus Gottenheim verschwand am Donnerstagabend, den 21. Juli. Etwa eine Woche später wurde ihre Leiche in einem See bei Echzell im Wetteraukreis aufgefunden. Festgenommen wurde ein 29-jähriger vorbestrafter Mann aus dem Lahn-Dill-Kreis. Der dringende Tatverdacht gründet sich laut Soko insbesondere auf Ergebnisse der Handy- und Funkzellendaten-Auswertungen sowie dem Auffinden von persönlichen Gegenständen des Mädchens in der Wohnung des Mannes.

Wem ist das Auto aufgefallen?

Der Verdächtige soll am Abend des 21. Juli mit seinem silbernen Auto im Bereich eines an der A5 gelegenen Parkplatzes Höhe Bruchsal in Fahrtrichtung Frankfurt angehalten haben. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Gießen fragen nun:

  • Wer hat den Wagen an jenem Donnerstagabend im Bereich des Autobahnparkplatzes Höhe Bruchsal (BAB5 Richtung Norden) gesehen?

  • Wer hat das Auto in der Zeit von Donnerstagnacht bis Freitag im Bereich des Teufelsees bei Echzell im Wetteraukreis gesehen?

  • Wer kann Angaben zu Personen im Umfeld des Fahrzeugs oder sonstigen Auffälligkeiten machen?

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft war der Mann als Jugendlicher für zehn Jahre wegen eines versuchten Sexualdelikts in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Er kannte Ayleen den Ermittlungen zufolge aus wochenlangen Chats in sozialen Netzwerken und einem bekannten Onlinespiel. Der Festgenommene bestreitet den Vorwurf der sexuellen Nötigung und des Mordes in Verdeckungsabsicht.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Gießen unter der Telefonnummer 0641-7006-6555 oder unter SOKO-LACUS-Hinweise.ppmh@polizei.hessen.de  entgegen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, einen Tag nach Ayleens Verschwinden sei ihre Leiche gefunden worden. Tatsächlich handelte es sich um etwa eine Woche. Wir haben die entsprechende Stelle korrigiert.

jjc
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