Fall Greta Kita-Erzieherin wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt

Die Anklage lautete auf Mord sowie Misshandlung von Schutzbefohlenen: Im Prozess um den Tod der dreijährigen Greta im niederrheinischen Viersen hat das Gericht Sandra M. schuldig gesprochen.
Landgericht Mönchengladbach (Archivbild)

Landgericht Mönchengladbach (Archivbild)

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Im Prozess um den Tod der dreijährigen Greta aus dem nordrhein-westfälischen Viersen ist die angeklagte Erzieherin wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Mönchengladbach stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest, womit eine vorzeitige Haftentlassung von Sandra M. weitestgehend ausgeschlossen wird.

Die 25-jährige Frau aus dem niederrheinischen Geldern soll dem Kindergartenkind Greta im April 2020 den Brustkorb bis zum Atemstillstand zusammengedrückt haben. Der Notarzt konnte das Kind zwar reanimieren, es starb aber Tage später im Krankenhaus.

Der Angeklagten waren Mord sowie Misshandlung von Schutzbefohlenen in acht Fällen vorgeworfen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte sich in dem Verfahren für eine lebenslange Freiheitsstrafe ausgesprochen. Sie forderte zudem, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Die Nebenklage schloss sich den Forderungen an, die Verteidigung plädierte auf einen Freispruch.

Die Erzieherin soll zuvor bereits weitere Kinder auf die gleiche Weise misshandelt haben. Zu Beginn des Prozesses hatte M. alle Vorwürfe bestritten.

mxw/AFP
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