Fall Jeffrey Epstein Ghislaine Maxwell darf Einzelhaft wohl vorerst nicht verlassen

Jeffrey Epsteins Ex-Partnerin wird vorgeworfen, Minderjährige zu sexuellen Handlungen verführt zu haben. Nun hat eine Richterin laut Medienberichten abgelehnt, Ghislaine Maxwell aus der Einzelhaft zu nehmen.
Foto von Epstein und Maxwell auf einer Pressekonferenz im Juli

Foto von Epstein und Maxwell auf einer Pressekonferenz im Juli

Foto: Lucas Jackson/ REUTERS

Die Ex-Partnerin des wegen Sexualverbrechen verurteilten Jeffrey Epstein kommt vorerst offenbar nicht aus der Einzelhaft heraus. Einen entsprechenden Antrag ihrer Verteidigung habe Richterin Alison Nathan in New York abgelehnt, berichteten US-Medien .

Die Verteidigung hatte argumentiert, dass Maxwell sich in der Einzelhaft nicht ausreichend auf ihren Prozess vorbereiten könne. Das wies die Richterin den Berichten zufolge als unbegründet zurück.

Zuvor hatte sie bereits eine Bitte von Maxwell um eine Änderung der Überwachungsstrategie des Hochsicherheitsgefängnisses im New Yorker Stadtteil Brooklyn abgelehnt.

In sechs Punkten angeklagt

Maxwell war Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen worden. Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Auf die Anklagepunkte, die sich auf die Jahre 1994 bis 1997 beziehen, stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis. 

Maxwell soll bei den Sexualverbrechen Epsteins eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Die 58-Jährige hatte Mitte Juli vor Gericht eine Beihilfe jedoch bestritten und auf "nicht schuldig" plädiert. Bei Verurteilung drohen ihr bis zu 35 Jahre Haft.

Der amerikanische Geschäftsmann Epstein soll Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. 2008 war er in dieser Sache einem Bundesverfahren entgangen, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft einging. Epstein bekannte sich damals teilweise schuldig und bekam eine milde Haftstrafe. 2019 wurde er in New York erneut angeklagt und nahm sich kurz danach in einer Gefängniszelle das Leben.

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kko/dpa
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