Fall Josef F. Inzest-Haus soll abgerissen werden

24 Jahre lang hielt Josef F. seine Tochter dort gefangen und missbrauchte sie: Jetzt soll das Haus des Inzesttäters von Amstetten einem Zeitungsbericht zufolge abgerissen werden. Die Nachbarn sind erleichtert.

Wien/Amstetten - Das Wohnhaus samt Kellerverlies des österreichischen Inzesttäters Josef F. soll abgerissen werden. Die berichtete die österreichische Tageszeitung "Kurier" am Montag unter Berufung auf das Gericht. Es gebe großes Interesse, dass das Gebäude vollkommen verschwindet, sagte der St. Pöltner Konkursrichter Markus Sonnleitner dem Blatt. Die Chancen, das Anwesen im Sinne des zu lebenslanger Haft Verurteilten gewinnbringend zu verkaufen, seien gering.

F. hatte seine Tochter 24 Jahre lang in einem Kellerverlies gefangengehalten, missbraucht und mit ihr sieben Kinder gezeugt.

Über der Erde führte er mit einer Ehefrau ein scheinbar "normales" Leben. Im April 2008 wurden durch eine Erkrankung eines der Kinder seine Verbrechen bekannt und lösten weltweit Entsetzen aus.

Man überlege momentan, wie man das Haus mit Verlies am besten ohne viel Aufsehen zerstören könne, so Sonnleitner. Auch die Nachbarn sehnen den Abbruch herbei: "Wenn nur endlich die Bagger auffahren würden", sagte eine Frau. Im Viertel gebe es massive Vorbehalte gegen das gespenstische Haus.

jdl/dpa
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