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Fall Madeleine McCann Weiteres Ermittlungsverfahren gegen Verdächtigen Christian B.

Christian B. gilt als Verdächtiger im Fall der verschwundenen Madeleine McCann. Nach SPIEGEL-Informationen gerät er nun auch im Missbrauchsfall einer damals zehnjährigen Deutschen in Portugal in den Fokus.
aus DER SPIEGEL 37/2020
Strand in Praia da Luz (Archiv)

Strand in Praia da Luz (Archiv)

Foto: Armando Franca/ dpa

Nur wenige Wochen vor dem Verschwinden der dreijährigen Madeleine McCann soll Christian B. ein deutsches Mädchen in Portugal sexuell belästigt haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig führt nach SPIEGEL-Recherchen ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den in Kiel inhaftierten mutmaßlichen Sexualstraftäter.

Der Fall ereignete sich Anfang April 2007, etwa zehn Kilometer von Praia da Luz entfernt, wo Madeleine McCann am 3. Mai aus einer Apartmentanlage verschwand. Das damals zehnjährige Opfer besuchte mit Eltern und einer befreundeten Familie den Strand von Salema, wo es mit anderen Kindern spielte. Dort, so schilderte es das Mädchen damals portugiesischen Ermittlern, packte es ein nackter Mann, hielt es fest und masturbierte vor seinen Augen. Als sein Bruder das sah, rief er die Erwachsenen. Die Väter verfolgten den Mann. Er entkam.

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Der Fall wurde den deutschen Behörden vor mehr als einem Jahr durch eine Abfrage von Sexualstraftaten in Portugal bekannt. Bei einer Vernehmung identifizierte das heute 23-jährige Opfer den Mann auf einem Foto, war sich aber nicht ganz sicher. Im Mai stellte die Staatsanwaltschaft Braunschweig die Ermittlungen ein.

Als im Juni der Verdacht gegen Christian B. im Fall Madeleine McCann öffentlich wurde und neue Bilder von ihm auftauchten, meldete sich die junge Frau erneut bei der Polizei. Sie sei nun zu 99 Prozent sicher, dass er es war. Das Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern wurde wiederaufgenommen. Sein Anwalt wollte sich dazu nicht äußern.

gud
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