Fall Mannichl Ermittler schließen familiären Hintergrund der Tat aus

Nach der Messerattacke auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl gehen die Ermittler nicht von einem familiären Hintergrund der Tat aus. Der Täter könne tatsächlich aus der rechten Szene stammen, hieß es. Die Sonderkommission sieht sich langwieriger Arbeit gegenüber.


Passau - Es gibt "nicht den geringsten Anhaltspunkt", dass Mannichl von seiner Ehefrau oder seinen Kindern niedergestochen und schwer verletzt sein könnte, wie der Leitende Passauer Oberstaatsanwalt Helmut Walch am Mittwoch sagte.

Mannichl war vor knapp zwei Monaten vor seinem Reihenhaus in Fürstenzell bei Passau angegriffen und schwer verletzt worden. Zunächst war ein Racheakt eines Neonazis vermutet worden, Beweise dafür gibt es aber bislang nicht.

Die 50-köpfige Sonderkommission schließt allerdings weiterhin nicht aus, dass der Messerstecher aus der rechten Szene stammt. Die Ermittlungen seien von Anfang an in alle Richtungen geführt worden, betonte Chefermittler Walch. Er vermutet, dass die Untersuchung des Falls noch eine ganze Weile dauern wird.

jdl/dpa

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