Fall Mannichl Soko soll aufgelöst werden

Sie sollte die Attacke gegen den Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl aufklären - doch das hat sie bislang nicht geschafft: Die Sonderkommission "Fürstenzell" des Landeskriminalamts Bayern wird nach SPIEGEL-Informationen offenbar schrittweise aufgelöst.

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Hamburg - Die Sonderkommission "Fürstenzell" des Landeskriminalamts Bayern wird offenbar schrittweise aufgelöst. Die Anfang des Jahres noch gut 50 Fahnder umfassende Einheit war nach der Messerattacke gegen den Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl Mitte Dezember 2008 eingesetzt worden, um die angeblich von einem Rechtsextremisten begangene Tat aufzuklären.

Da es eine "heiße Spur", so Helmut Walch, Leitender Oberstaatsanwalt in Passau, "noch immer nicht" gebe, sollen in diesen Tagen Soko-Leiter Gerhard Zintl und zwölf seiner Beamten nach München zurückkehren. "Damit ist die Soko faktisch aufgelöst", sagt ein Insider, "es gibt einfach nichts mehr zu tun".

Walch bestreitet dies. Zwar werde im Juli der "Standort Passau gänzlich aufgelöst", die Soko solle ihre Arbeit jedoch von München aus fortsetzen.



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