Fall Mitja Polizei findet Unterschlupf von Uwe K.

Lange stellte die Flucht von Uwe K. die Leipziger Polizei vor ein Rätsel. Wo sich der mutmaßliche Mörder des kleinen Mitja tagelang vor Hunderten Fahndern versteckt hat, scheint nun geklärt. In einer leerstehenden Laube fanden die Ermittler Spuren.


Leipzig - "Es gibt Anzeichen dafür, dass sich Uwe K. zumindest zeitweise dort aufgehalten hat", sagte Polizeisprecherin Diana Voigt und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

Die Laube befindet sich in dem Gebiet, das ein Großaufgebot von Polizeibeamten bei der Suche nach Uwe K. durchkämmt hatte. "Möglicherweise war er nicht da, als wir da waren", sagte Voigt. Die Auswertung der Spuren in der Laube soll nun klären helfen, ob sich der 43-Jährige tatsächlich dort aufgehalten hat.

Der mehrfach vorbestrafte Sexualstraftäter soll Mitja am 22. Februar missbraucht und erstickt haben. Uwe K. wurde vor fast zwei Wochen nach einem Sprung vor eine Straßenbahn gefasst. Er befindet sich nach dem Selbstmordversuch in Leipzig im Haftkrankenhaus, wo er rund um die Uhr bewacht wird.

Unterdessen arbeiten die Kriminalisten mit Hochdruck an der Auswertung der sichergestellten Spuren. Mitja war gestern in Leipzig beerdigt worden. Die Trauerfeier erfolgte in aller Stille.

han/dpa



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