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Fall Peter Madsen Die Frau, die den U-Boot-Mörder im Gefängnis heiratete

Jenny Curpen hat Peter Madsen geheiratet – den Mann, der wegen Mordes an Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Warum hat sie das getan? Einer der meistgelesenen SPIEGEL+-Artikel des Jahres.
aus DER SPIEGEL 13/2020
Aktivistin Curpen in Kopenhagen: "Ich bin stolz auf ihn"

Aktivistin Curpen in Kopenhagen: "Ich bin stolz auf ihn"

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Alexandra Rojkov / DER SPIEGEL

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Der Täter stach 15-mal auf sie ein. Als sie tot war, zerteilte er ihren Körper mit einer Säge und versenkte die Gliedmaßen im Meer. Die Tat war offenbar geplant. Ermittler fanden Videos auf der Festplatte des Verdächtigen, die zeigen, wie Frauen gefoltert, geköpft oder lebendig verbrannt werden.

SPIEGEL: Was ist Peter Madsen für ein Mensch?

Curpen: Er ist sehr warmherzig. Sehr gefühlvoll.

Am 10. August 2017 nahm der dänische Erfinder Peter Madsen die damals 30-jährige Journalistin Kim Wall mit in ein Unterseeboot, das er selbst gebaut hatte. Wall wollte ein Interview mit Madsen führen – stattdessen fand sie den Tod. Ihre Körperteile, die erst nach Tagen an der Ostseeküste südlich von Kopenhagen gefunden wurden, wiesen laut Obduktion Stichwunden im Genitalbereich auf. Die Ermittler vermuten, dass Kim Wall vor ihrer Ermordung gefoltert wurde. Im April 2018 verurteilte ein dänisches Gericht Madsen zu lebenslanger Haft. Aktuell sitzt er im Herstedvester-Gefängnis, einer Hochsicherheitsanstalt südlich von Kopenhagen.

Anderthalb Jahre nach dem Urteil tauchte Madsen erneut in den Schlagzeilen auf. Im Dezember 2019 hieß es, er habe im Gefängnis geheiratet. Seine Partnerin Jenny Curpen bestätigte die Hochzeit kurz darauf. "Ich liebe und respektiere meinen Ehemann, und ich bin stolz auf ihn", schrieb die 39-Jährige auf Facebook. "Bis auf den einen Tag, der eine Tragödie war und immer sein wird."

Curpen hat lange gezögert, bevor sie einem Gespräch zustimmt. Erst will sie Fragen nur schriftlich beantworten, dann lässt sie sich überraschend auf ein Treffen ein. Es findet Ende Februar in Kopenhagen statt.

SPIEGEL: Wann haben Sie zum ersten Mal von Peter Madsen gehört?

Curpen: Am 26. August 2017. Ich habe sein Foto in den Nachrichten gesehen. Ich wusste sofort, dass ich mit diesem Menschen sprechen muss. Dass da etwas Bedeutsames ist, das alles verändern kann. Und so war es auch.

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