Fall Tobias Polizei prüft Bezug zu weiterem Kindsmord

Den Mord an dem Schüler Tobias hat ein 47-Jähriger gestanden, nun prüft die Polizei eine mögliche Verbindung zu einem anderen Fall. Laut einem Zeitungsbericht gibt es Parallelen zum Tod eines Jungen, der vor 13 Jahren in Hessen ermordet wurde.


Frankfurt am Main - 1998 wurde der 13-jährige Tristan in Hessen ermordet, nun prüft die Polizei eine neue Spur. Die Ermittler untersuchen, ob der Geständige im Mordfall Tobias auch den Frankfurter Schüler Tristan getötet hat. Es würden mögliche Parallelen geprüft, sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt am Main am Montag. Er bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Es gebe aber noch keine konkreten Anhaltspunkte, so der Sprecher.

Ein 47-Jähriger hatte vergangene Woche gestanden, Tobias im Oktober 2000 erstochen zu haben. Die Leiche des Jungen war damals in einem Fischweiher bei seinem Heimatort im Kreis Böblingen gefunden worden. Die Ermittler waren dem Mann bei Recherchen zur Kinderpornografie auf die Spur gekommen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Laut "Bild" gibt es Parallelen zwischen diesem Fall und der Ermordung Tristans. Unter anderem geschahen beide Taten nach Informationen des Blattes an abgelegenen Gewässern. Dem Bericht zufolge untersucht das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden Fingerabdrücke, die der mutmaßliche Täter im Fall Tristan hinterlassen haben soll. Die Frankfurter Polizei gab keine Einzelheiten zu den weiteren Ermittlungen bekannt.

hut/AFP/dpa



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