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Mordfall Walter Lübcke Wie kam der zweite Mann an interne Polizeiunterlagen?

Der Neonazi Markus H. ist wegen Beihilfe zum Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke angeklagt. Der Extremist gibt den Fahndern Rätsel auf. Auf seinem Handy machten sie eine brisante Entdeckung.
aus DER SPIEGEL 23/2020
Lübcke-Gedenken in Bad Hersfeld 2019: Rechte in die Schranken verwiesen

Lübcke-Gedenken in Bad Hersfeld 2019: Rechte in die Schranken verwiesen

Foto:

Y. WALSDORF / PICTURE ALLIANCE

Bei den Ermittlungen zum Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) sind Fahnder bei einem der Verdächtigen auf vertrauliche Polizeiunterlagen gestoßen. Auf einem Mobiltelefon des mutmaßlichen Mordhelfers Markus H. fanden sie ein abfotografiertes Dokument der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, das als "Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch" eingestuft war. Demnach war H. im Besitz einer Schulungsunterlage zur Polizistenausbildung, in der es um Fahndungen in Fällen "terroristischer Gewaltkriminalität von bundesweiter Bedeutung" ging. Wie das interne Dokument auf das Handy des Rechtsextremisten gelangte, konnten die Ermittler bislang nicht klären.

Neben dem Dokument fanden die Ermittler bei dem 44-Jährigen einen Szeneleitfaden mit Tipps, wie Rechtsextremisten einer Überwachung durch die Sicherheitsbehörden entgehen können. Markus H. ist wegen Beihilfe zum Mord an Walter Lübcke angeklagt. Für eine direkte Beteiligung an dem Anschlag auf den Kasseler Regierungspräsidenten fand die Bundesanwaltschaft jedoch keine Beweise.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte:

Am 1. Juli 2019 öffneten hessische Kriminalbeamte eine Garage an der Gobietstraße in Kassel. Auf die Adresse waren sie bei Ermittlungen in einem der bedeutendsten Kriminalfälle des Landes gestoßen, dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten und CDU-Politiker Walter Lübcke. Einer der Verdächtigen hatte dort Lagerfläche angemietet.

Als die Fahnder das Rolltor der Garage Nr. 18-095 hochschoben, fanden sie sich in einer Art Rumpelkammer des "Dritten Reiches" wieder. Sie entdeckten unter anderem eine silberfarbene Büste mit dem Konterfei Adolf Hitlers, eine Plastik von Hermann Görings Kopf sowie ein handtellergroßes Hakenkreuz aus Metall.

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