Familiendrama 88-jähriger Finne erschießt Töchter, Frau und sich selbst

Grausame Familientragödie in Finnland: Ein 88-jähriger Mann hat zuerst seine beiden behinderten Töchter umgebracht, dann seine bettlägerige Frau und schließlich sich selbst erschossen. Seine Motive sind bisher unklar.


Helsinki - Ein 88-jähriger Finne hat am Sonntag seine Frau, beide Töchter und sich selbst getötet. Wie die Polizei mitteilte, erschoss der Mann zunächst in seinem Haus in der nordfinnischen Gemeinde Ylitornio in Lappland die beiden dort lebenden geistig behinderten Töchter im Alter von 50 bis 60 Jahren. Danach fuhr er in ein nahegelegenes Gesundheitszentrum, wo seine über 80-jährige Frau untergebracht war und verletzte sie mit einem Schuss tödlich.

Die Frau wurde noch in ein regionales Krankenhaus gebracht, erlag dort aber später ihren Verletzungen. Obwohl die Polizei innerhalb von drei Minuten am Tatort war, konnte der Mann flüchten. Er kehrte in sein Haus zurück und beging dort nach einem Telefongespräch mit der Polizei mit der Pistole Selbstmord.

Über das Motiv des 88-Jährigen ist bisher nichts bekannt. Die Tat sei völlig unerwartet geschehen, sagte Helena Puontila, Ärztin im Gesundheitszentrum: "Im Moment gibt es keine Erklärung." Auch die Behörden machten bislang keine Angaben über die Motive.

tno/AP/dpa



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