Familiendrama Mord mit Selbstbau-Flammenwerfer

Die Opfer verbrannten bei lebendigem Leibe. Mit einer zum Flammenwerfer umfunktionierten Gasflasche soll ein Mann in der Oststeiermark seine Schwiegereltern umgebracht haben. Die Rentner hatten keine Chance.


Graz - Mit einer zum Flammenwerfer umgebauten Propangasflasche hat ein Österreicher seine Schwiegereltern getötet. Wie die Polizei mitteilte, verbrannten die beiden über 80 Jahre alten Opfer bei lebendigem Leib. Nach der Tat sei der 48-jährige Angreifer geflohen und habe offenbar versucht, sich mit einem Messer das Leben zu nehmen.

Tod in der Flammenhölle: Mit einer zum Flammenwerfer umfunktionierten Propangasflasche wurden in diesem Zimmer zwei Rentner ermordet
AP

Tod in der Flammenhölle: Mit einer zum Flammenwerfer umfunktionierten Propangasflasche wurden in diesem Zimmer zwei Rentner ermordet

Das Familiendrama ereignete sich in der Nacht zum Samstag im gemeinsam genutzten Wohnhaus nahe Lemberg in der Oststeiermark. Polizeiangaben zufolge sei der Schwiegersohn am späten Freitagabend mit einem selbst gebauten Flammenwerfer in das Schlafzimmer des Paares gegangen. Dort habe er das ausströmende Gas einer Propangasflasche angezündet und die Flammen auf die Schlafenden gerichtet.

"Die beiden sind regelrecht abgefackelt worden", erklärte ein Polizeisprecher. Als die Ermittler am Tatort eintrafen, muss sich ihnen ein furchtbares Bild geboten haben: Die bettlägerige und beinamputierte Frau war hilflos in ihrem Bett verbrannt. Ihr Mann hingegen hatten offenbar noch versucht zu fliehen. Seine Leiche wurde auf einer Gartenbank vor dem Haus gefunden.

Nach der Tat sei der 48-Jährige geflohen, habe versucht, sich mit einem Messer umzubringen. Beamten konnten den mutmaßlichen Täter aber noch rechtzeitig finden und ins Krankenhaus bringen.

Die Ehefrau des Täters stand unter Schock. Auch sie war den Angaben zufolge wegen der Flammen und der Rauchentwicklung in Gefahr, konnte sich jedoch durch einen Sprung aus dem Fenster in Sicherheit bringen. Als mögliches Motiv für die Tat vermutet die Polizei Streitigkeiten, möglicherweise könne der Mann auch mit der Pflege überfordert gewesen sein.

mak/AP/dpa



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