Nach Schüssen an Gedenktag Behörden rufen erneut Notstand in Ferguson aus

Die Veranstaltung begann friedlich, dann kippte die Stimmung: Zwei Menschen wurden in Ferguson im US-Bundestaat Missouri von Schüssen getroffen, als eine Gedenkfeier für einen getöteten schwarzen Teenager eskalierte. Jetzt reagieren die Behörden.
Festnahme in Ferguson: "Die neusten Gewaltakte werden nicht toleriert"

Festnahme in Ferguson: "Die neusten Gewaltakte werden nicht toleriert"

Foto: RICK WILKING/ REUTERS

Ferguson befindet sich wieder im Ausnahmezustand. Nach der Eskalation am Wochenende wurde der Notstand in der Stadt ausgerufen. Der Polizeichef von St. Louis, Jon Belmar, übernehme unverzüglich die Polizeiführung in Ferguson und Umgebung. Er werde alles Notwendige tun, "um die Ordnung aufrecht zuhalten, Verbrechen zu verhindern und das Leben und Eigentum unserer Bürger zu schützen", hieß es in einer Mitteilung der Behörde .

Am Jahrestag des Todes von Michael Brown wurden mehrere Dutzend Schüsse am späten Sonntagabend in der Kleinstadt im Bundesstaat Missouri abgefeuert, die Polizei meldete zwei Verletzte, darunter einen Schwerverletzten.

Die Polizei verdächtigt den Teenager, den 18-Jährigen Tyrone Harris Jr., das Feuer auf Einsatzkräfte eröffnet zu haben. Harris wurde schwer verletzt, als die Beamten zurückschossen.

Harris' Vater nannte die Version der Polizei "nichts als Lügen". Sein Sohn sei unbewaffnet gewesen und in eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen Jugendlicher hineingezogen worden.

Zur Begründung für das erneute Ausrufen des Notstands sagte der Chef der Bezirksregierung St. Louis, Steve Stenger: "Die neuesten Gewaltakte werden nicht toleriert, nachdem wir im letzten Jahre so hart und unermüdlich daran gearbeitet haben, stärker zu werden."

kbl/Reuters