162 Tote auf Philippinen Verantwortliche 18 Jahre nach Disco-Brand verurteilt

162 Menschen starben 1996 bei einem Feuer in einer Disco nahe Manila. Nun sind die beiden Besitzer des Clubs und sieben städtische Kontrolleure zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Ermittlungen nach Brand im "Ozone Disco Pub" nahe Manila: 162 Menschen starben
DPA

Ermittlungen nach Brand im "Ozone Disco Pub" nahe Manila: 162 Menschen starben


Manila - 18 Jahre nach einem verheerendem Disco-Brand mit 162 Toten hat ein philippinisches Gericht neun Angeklagte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die beiden Besitzer sowie sieben frühere städtische Mitarbeiter müssen Gefängnisstrafen von sechs bis zehn Jahren absitzen. Die Verurteilten sind demnach dafür verantwortlich, die Disco ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen betrieben, beziehungsweise dies geduldet zu haben.

Der Brand im "Ozone Disco Pub" nahe der Hauptstadt Manila gilt als schwerste Feuerkatastrophe in dem südostasiatischen Land. Die meisten Opfer waren Schüler, die dort im März 1996 ihren Abschluss feierten. Überlebende begrüßten die Urteile, kritisierten aber zugleich die lange Verfahrensdauer. Die Verurteilten haben nun 15 Tage Zeit, vor dem Obersten Gerichtshof Berufung einzulegen.

hut/dpa



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