Großeinsatz in Fischerhude Polizei entdeckt zwei Leichen in Wohnhaus

Nach dem Fund zweier Toter in Fischerhude war die Polizei bis tief in die Nacht im Einsatz. Der Fall gibt den Ermittlern Rätsel auf. Unklar ist, ob der Täter unter den Opfern ist.
Polizeieinsatz in Fischerhude am Dienstagabend

Polizeieinsatz in Fischerhude am Dienstagabend

Foto: Andre van Elten / dpa

Die Polizei hat am Dienstag im niedersächsischen Fischerhude zwei Leichen in einem Haus entdeckt. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau, wie eine Polizeisprecherin sagte. Das Haus sei gesichert.

Der Fund gibt den Ermittlern Rätsel auf. Ob der 56 Jahre alte Mann und die 73 Jahre alte Frau Opfer eines Verbrechens wurden, ist nach Polizeiangaben auch am Mittwochmorgen weiter unklar. Hinzu kommt der Fall einer 53 Jahre alten Frau, die schwer verletzt wurde – möglicherweise durch eine Schusswaffe. Die Polizei schloss nicht aus, dass es sich bei dem Toten um den Täter handeln könnte.

Zurzeit fahnden die Ermittler jedoch nach einem Verdächtigen. Der Verdacht richte sich gegen einen namentlich bekannten, aber flüchtigen Mann, teilte die Staatsanwaltschaft Verden mit. Für die weiteren Ermittlungen richte die Polizeiinspektion Verden/Osterholz eine Mordkommission ein.

Fahndung mit Drohne

»Nach derzeitigen Erkenntnissen soll ein bislang unbekannter Täter eine Frau in einem Wohnhaus verletzt haben«, hatte die Polizei zunächst auf Twitter geschrieben. »Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. In dem Haus wurden zudem ein Mann und eine Frau tot aufgefunden.« Untersucht wird noch, in welchem Verhältnis die Opfer zueinander standen.

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»Wir fahnden auch mit einer Drohne«, sagte eine Polizeisprecherin. Als Grund dafür gab sie an, dass nicht sicher sei, ob der Täter unter den Opfern oder auf der Flucht ist. Die Bevölkerung wurde gebeten, den abgesperrten Bereich weiträumig zu umfahren und die Wege für die Einsatzkräfte frei zu halten.

Fischerhude liegt etwa 30 Kilometer nordöstlich von Bremen und hat rund 3000 Einwohner. Der Vorfall am Dienstag ereignete sich im Ortskern. Die Polizei war dort mit zahlreichen Streifenwagen und rund 60 Beamten bis tief in die Nacht im Einsatz.

ptz/dpa