Flüchtender Mann Polizei im US-Bundesstaat Louisiana erschießt Schwarzen

Polizisten haben in den USA einen 31-Jährigen erschossen, der in einen Supermarkt flüchten wollte. Er soll ein Messer bei sich getragen haben.
Polizeiauto in den USA (Symbolbild)

Polizeiauto in den USA (Symbolbild)

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imago stock&people/ imago/Jacob Schrˆter

Polizisten im südlichen US-Bundesstaat Louisiana haben einen fliehenden schwarzen Verdächtigen erschossen, der nach Polizeiangaben mit einem Messer bewaffnet war. Die Beamten in der Stadt Lafayette hätten zunächst erfolglos Taser eingesetzt, um Treyford P. zu stoppen, erklärte die Polizei des Bundesstaats in einer Mitteilung . Beamte hätten dann das Feuer eröffnet, als der 31-Jährige in einen kleinen Supermarkt fliehen wollte, hieß es weiter.

Die Polizisten seien am Freitagabend an den Tatort gerufen worden, weil es dort eine "Störung" durch einen Mann gegeben habe, der mit einem Messer bewaffnet gewesen sei, erklärte die Polizei. Dieser befand sich zu dem Zeitpunkt auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Die Beamten versuchten, den 31-Jährigen festzunehmen. Der Mann floh aber zu Fuß, wie es weiter hieß.

Die Polizei machte keine Angaben zur Zahl der abgefeuerten Schüsse. Der Verdächtige sei nach dem Zwischenfall in einem Krankenhaus für tot erklärt worden, heißt es in der Mitteilung. Beamte seien nicht verletzt worden. Örtliche Medien berichten von etwa einem Dutzend Schüssen.

Anwalt fordert transparente Aufklärung

Der Anwalt der Familie des Opfers, Ben Crump, forderte in einer Stellungnahme  eine transparente Aufklärung der "sorglosen Schüsse und tragischen Tötung dieses Mannes". Die verantwortlichen Polizisten sollten umgehend entlassen werden, forderte er. "Treyford war von Beamten umzingelt und wurde mehr als zehnmal angeschossen", erklärte Crump.

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Der Anwalt verbreitete über Twitter außerdem ein Video von Zeugen, das den Vorfall zeigen soll. In dem Video ist zu sehen, wie sich ein Mann im Schritttempo der Verfolgung durch Polizisten entzieht. Als er sich einer Eingangstür nähert, schießen die Polizisten mehrfach aus sehr geringer Entfernung auf ihn.

Crump zufolge hieß der getötete Treyford P., die Polizei gab seinen Vornamen mit der Schreibweise Trayford an.

In den USA kommt es seit Ende Mai vielerorts zu Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt. Der Auslöser war die Tötung des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Die vier beteiligten Polizisten wurden unter anderem des Mordes oder der Beihilfe zum Mord angeklagt. Floyds Familie war ebenfalls von Crump vertreten worden.

irb/dpa
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