Reizgas-Alarm Mitarbeiter am Hamburger Flughafen klagen erneut über Unwohlsein

Schon wieder hat Reizgas am Hamburger Flughafen zu Sperrungen geführt. Neun Mitarbeiter der Sicherheitskontrolle meldeten sich krank. Die Ermittler suchen derweil auf Videoaufnahmen nach dem mutmaßlichen Täter.
Feuerwehr-Leute bei der Räumung am Sonntag

Feuerwehr-Leute bei der Räumung am Sonntag

Foto: Axel Heimken/ dpa

Einen Tag nach dem Reizgas-Alarm am Hamburger Flughafen haben erneut Menschen über Augenjucken und Atemwegsprobleme in dem Gebäude geklagt. Neun Mitarbeiter hätten sich am Morgen krankgemeldet, woraufhin 12 der 24 Spuren für Sicherheitskontrollen gesperrt worden seien, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Die Berufsfeuerwehr rückte wieder an, die Beschäftigten einer Sicherheitsfirma wurden untersucht, die Messwerte an der Sicherheitskontrolle für Fluggäste überprüft. Der Flughafenbetrieb laufe jedoch planmäßig weiter, sagte der Sprecher. Es gebe keine nennenswerten Beeinträchtigungen und Wartezeiten. Nach rund einer Stunde hätten die Sperrungen wieder aufgehoben werden können.

Der Flughafen war erst am Sonntag für eine Stunde komplett geräumt worden, weil viele Menschen über Atemwegsreizungen, Augenbrennen und Übelkeit geklagt hatten. Offenbar hatte ein Unbekannter Pfefferspray über die Klimaanlage im Flughafen verteilt. Die Feuerwehr entdeckte eine entsprechende Kartusche in der sogenannten Plaza zwischen Terminal 1 und 2.

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Hamburg: Alarm am Flughafen

Foto: FABIAN BIMMER/ REUTERS

Möglicherweise könnten noch Reste des Gases in der Atemluft vorhanden gewesen sein, mutmaßte eine Flughafensprecherin. Von der Sperrung am Montag sei der derselbe Teil des Flughafens betroffen gewesen.

Die Polizei in Hamburg sucht derweil unter anderem auf Videoaufnahmen nach dem mutmaßlichen Reizgas-Sprayer. Es bestehe der Verdacht einer gefährlichen Körperverletzung, sagte ein Polizeisprecher.

Video: Großeinsatz am Flughafen Hamburg

SPIEGEL ONLINE
apr/dpa
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