Laser im Cockpit Flugzeug kehrt zu Londoner Flughafen zurück

In London ist ein Flugzeug kurz nach dem Start wieder gelandet. Jemand hatte einen Laser auf die startende Maschine gerichtet. Einem Piloten ist dadurch übel geworden.
Flug wegen Laser abgebrochen: Eine Maschine der Airline Virgin Atlantic

Flug wegen Laser abgebrochen: Eine Maschine der Airline Virgin Atlantic

Foto: TIM OCKENDEN/ ASSOCIATED PRESS

Eigentlich sollte es für die 252 Passagiere des Flugs VS025 vom Londoner Flughafen Heathrow aus nach New York gehen. Doch daraus wurde nichts. Kurz nach dem Start am Sonntagabend drehte die Maschine der Airline Virgin Atlantic wieder um. Der Grund: Jemand hatte einen Laserstrahl auf das startende Flugzeug gerichtet.

Die britische BBC veröffentlichte einen Funkmitschnitt , in dem es heißt, einem der Piloten sei durch den Vorfall schlecht geworden. Es ist auch zu hören, wie der Tower den Rückflug genehmigte. Die Maschine kehrte kurz nachdem sie Irland überquert hatte um.

"Die Sicherheit unserer Crew und unserer Kunden hat höchste Priorität", begründete ein Virgin-Sprecher die Entscheidung zur Rückkehr. Es habe sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt. Verletzt wurde bei der ganzen Aktion niemand. Den Passagieren wurden kostenlose Schlafplätze besorgt.

Attacken mit Lasern auf Flugzeuge kommen in Großbritannien häufiger vor. Für die erste Jahreshälfte von 2015 registrierte die dortige Luftfahrtbehörde 414 Fälle, im gesamten Jahr 2014 waren es 1440 gewesen.

Auch die britische Pilotengewerkschaft warnt vor einer steigenden Anzahl solcher Vorfälle und gibt zu bedenken, dass die Strahlkraft der Laser immer weiter ansteige. Laser können ihrer Aussage nach die Sehkraft vorübergehend einschränken oder sogar zur völligen Erblindung führen.

Die Organisation will die Behörden deswegen dazu bewegen, Laser als Angriffswaffen zu klassifizieren. Wie der "Guardian" schreibt, wurde bereits 2010 ein Gesetz im Vereinigten Königreich erlassen, welches verbietet, die Piloten eines startenden Flugzeugs mit einem grellen Licht zu blenden oder abzulenken .

Noch gibt es keine Festnahmen oder Verdächtigen. Die Fluggesellschaft will eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu finden.

jal/dpa/AP