Fortsetzung im April Prozess gegen Marco Weiss erneut vertagt

Sein Anwalt hoffte auf eine Urteilsverkündung bis zum Jahresende: Doch nach wenigen Verhandlungsminuten ist der Missbrauchsprozess gegen den Deutschen erneut verschoben worden. Im April soll wieder verhandelt werden.


Antalya/Hannover - 20 Minute lang tagte die Kammer im türkischen Antalya, dann wurde das Verfahren gegen den wegen sexuellen Missbrauchs angeklagten Marco Weiss aus Uelzen unterbrochen und abermals vertagt. Das teilte die Anwaltskanzlei des 18-Jährigen in Hannover mit. Nächster Hauptverhandlungstermin sei der 10. April 2009.

Die Staatsanwaltschaft solle nun die Notwendigkeit einer weiteren Beweisaufnahme prüfen. Andernfalls seien am 10. April die Plädoyers und die Urteilsverkündung geplant. Die Anwälte des 18-Jährigen hoffen auf Freispruch, nachdem ein Gutachten den Vorwurf der Vergewaltigung angeblich nicht stützt.

Das Gericht habe zur Begründung angeführt, einige Richter seien ausgewechselt worden, sagte Ömer Aycan, der Anwalt von Marcos mutmaßlichem Opfer. "Ich denke, sie werden bei der nächsten Verhandlung entscheiden", sagte er weiter.

Marco Weiss aus Uelzen in Niedersachsen war am 12. April 2007 in seinem türkischen Urlaubshotel festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, die damals 13-jährige Britin Charlotte sexuell missbraucht zu haben. Marco hat das stets bestritten und sprach von einvernehmlichen Zärtlichkeiten nach einem Kennenlernen in der Disco.

Er war kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres aus türkischer Untersuchungshaft entlassen worden.

bog/ddp/dpa/AP

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