Vergewaltigte Fotografin Indisches Gericht spricht vier Männer schuldig

Im Fall einer 22-jährigen Fotojournalistin, die in Mumbai Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde, hat ein Gericht vier Männer schuldig gesprochen. Ihnen droht eine lebenslange Haftstrafe.

AFP

Mumbai - Ein Gericht im indischen Mumbai hat vier Männer schuldig gesprochen, im vergangenen Jahr gemeinsam eine junge Fotografin vergewaltigt zu haben. Das bestätigte der Innenminister des Bundesstaats Maharashtra, R.R. Patil. Das Strafmaß soll demnach am Freitag verkündet werden. Den Männern droht lebenslange Haft.

Die damals 22-jährige Fotojournalistin war im August angegriffen worden, als sie mit einem männlichen Kollegen in einer verfallenen Baumwollspinnerei Aufnahmen für eine Fotoreportage machen wollte. Insgesamt fünf Männer sollen sich an ihr vergangen haben; ein zur Tatzeit Minderjähriger steht momentan vor einem Jugendgericht.

Der Schuldspruch wegen Vergewaltigung werde ein "starkes Signal" an mögliche weitere Täter aussenden, sagte der Leiter der Anti-Terror-Einheit in Mumbai, Himanshu Roy, dem Nachrichtensender NDTV. Die Tat hatte die Menschen im vergleichsweise sicheren Mumbai schockiert und die Debatte über die Behandlung von Frauen in Indien erneut angefacht.

Sexuelle Gewalt und Übergriffe gegen Frauen und Kinder sind seit Jahren ein massives Problem in Indien. Immer wieder sorgen extreme Beispiele solcher Delikte für Entsetzen, etwa die brutale Gruppenvergewaltigung einer Studentin in Neu Delhi im Dezember 2012. Die junge Frau war an ihren schweren Verletzungen gestorben.

rls/AP/AFP

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