Unter Terrorverdacht stehender Ex-Bundeswehroffizier Franco A. vorübergehend festgenommen

Franco A. steht vor Gericht, weil er Anschläge in Deutschland geplant haben soll – getarnt als Asylbewerber. Nun haben ihn Polizisten in Offenbach für kurze Zeit festgenommen.
Der wegen Terrorverdachts angeklagte Franco A. auf dem Weg zu einem Gerichtsgebäude (Archivbild)

Der wegen Terrorverdachts angeklagte Franco A. auf dem Weg zu einem Gerichtsgebäude (Archivbild)


Foto: Arne Dedert / dpa

Der unter Terrorverdacht  stehende frühere Bundeswehroffizier Franco A. ist in Offenbach vorübergehend festgenommen worden. Er sei am Freitagabend bei einer Personenkontrolle auf die Dienststelle mitgenommen und dann wieder entlassen worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet. Über die Hintergründe wollte der Sprecher nichts sagen.

Franco A. muss sich derzeit in einem Prozess vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verantworten, die Bundesanwaltschaft legt ihm die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat zur Last. Er soll Anschläge auf Politiker geplant haben. Der frühere Offizier legte sich demnach auch eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zu – aus Sicht der Ankläger, um den Verdacht nach einem Anschlag auf Flüchtlinge zu richten und das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern.

Polizisten setzten Pfefferspray ein

Die Bundesanwaltschaft sieht eine völkisch-nationalistische Haltung als Motiv. Franco A. bestreitet die Vorwürfe größtenteils. Er räumt aber ein, mehrere Waffen besessen und unter anderem an seinem Dienstort aufbewahrt zu haben.

Der Berliner »Tagesspiegel«  schrieb unter Berufung auf einen Zeugen, Franco A. habe sich seiner vorläufigen Festnahme massiv widersetzt. Demnach gab es »eine lautstarke und handgreifliche Auseinandersetzung« zwischen ihm und der Polizei, bei dem Beamten Pfefferspray eingesetzt. Zudem hätten sie angedroht, eine Taser-Pistole zu benutzen.

tfb/dpa