Bahnsteig-Attacke in Frankfurt Habte A. kommt in die Psychiatrie

Er soll einen Achtjährigen vor einen ICE gestoßen haben: Habte A. sitzt bisher in Untersuchungshaft, nun soll er in eine Klinik verlegt werden. Ein Gutachter bescheinigte ihm eine "paranoide Schizophrenie".

Trauerbekundungen auf Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs: Tatverdächtiger mit schizophrener Erkrankung
Michael Probst/ AP

Trauerbekundungen auf Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs: Tatverdächtiger mit schizophrener Erkrankung


Der Mann, der am Frankfurter Hauptbahnhof einen achtjährigen Jungen vor einen Zug gestoßen haben soll, kommt in ein psychiatrisches Krankenhaus. Der Haftrichter habe den Ende Juli erlassenen Haftbefehl gegen Habte A. in einen Unterbringungsbefehl umgewandelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Nach Angaben eines psychiatrischen Sachverständigen leide der 40-Jährige an einer Erkrankung aus dem "schizophrenen Spektrum". Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Mordes und des versuchten Mordes dauerten unabhängig davon an.

Der Beschuldigte kommt aus Eritrea und lebte sei Jahren in der Schweiz. Ende Juli hatte er mutmaßlich im Frankfurter Hauptbahnhof einen Achtjährigen und seine Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Die Mutter konnte sich abrollen und überlebte, das Kind starb. Der Mann soll zudem versucht haben, eine weitere Frau auf die Gleise zu stoßen, was ihm aber nicht gelang.

Laut Staatsanwaltschaft geht der Gutachter davon aus, dass der Mann an einer paranoiden Schizophrenie leidet. Diese Erkrankung sei zur Tatzeit akut gewesen - und sei auch kausal für sein Handeln. Deshalb sei von einer verminderten Einsichtsfähigkeit auszugehen. Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sei erforderlich, weil der Mann eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle.

jpz/AFP



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