Unfall mit unsicherem Mietwagen Frau erhält 90.000 Euro Schmerzensgeld für verlorenen Arm

Eine Frau erlitt bei einem Unfall mit einem nicht verkehrssicheren Mietauto schwere Verletzungen. Nun entschied das Oberlandesgericht Frankfurt zugunsten der Fahrerin, der Vermieter soll Schmerzensgeld zahlen.
Oberlandesgericht in Frankfurt am Main: Schmerzensgeld für Unfallopfer

Oberlandesgericht in Frankfurt am Main: Schmerzensgeld für Unfallopfer

Foto: Ralph Peters / imago images

Eine Frau verlor bei einem Unfall mit einem nicht verkehrssicheren Mietauto ihren linken Arm – und soll nun Schmerzensgeld erhalten.

Das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main hat die verantwortliche Mietwagenfirma zur Zahlung von 90.000 Euro verurteilt, die Frau soll zudem eine monatliche Rente von 160 Euro erhalten.

Der Unfall hatte sich im Herbst 2010 ereignet. Das Auto hatte sich wegen eines Defekts an der Lenksäule bei hoher Geschwindigkeit überschlagen. Die Fahrerin hatte sehr schwere Verletzungen erlitten.

Revision möglich

Es gehöre zu den »Kardinalpflichten« des Vermieters, ein verkehrssicheres Auto zur Verfügung zu stellen, urteilten die Richter in der am Montag veröffentlichten Entscheidung . Insbesondere die Bremsen und die Lenkung müssten funktionsfähig sein. Die Firma könne sich nicht auf den vertraglich vereinbarten Haftungsausschluss für unverschuldete Schäden berufen.

Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, noch kann Revision beim Bundesgerichtshof beantragt werden.

Aktenzeichen: 2 U 28/21

ptz/dpa