Frankfurter Opernplatz Sieben Männer nach Ausschreitungen angeklagt

Flaschen flogen durch die Luft, Polizisten wurden verletzt: Ein halbes Jahr nach Krawallen in Frankfurt am Main hat die Staatsanwaltschaft sieben Verdächtige angeklagt.
Beschädigte Bushaltestelle vor der Alten Oper (im Juli 2020)

Beschädigte Bushaltestelle vor der Alten Oper (im Juli 2020)

Foto: --- / dpa

Die Ausschreitungen am Frankfurter Opernplatz vom vergangenen Sommer werden bald vor Gericht aufgearbeitet. Die Staatsanwaltschaft hat gegen sieben Männer Anklage erhoben, wie die Behörde mitteilte. Die erste Verhandlung beginnt demnach am 17. Februar.

Auf dem Opernplatz hatten sich im vergangenen Sommer viele junge Menschen versammelt, als Diskotheken und Klubs geschlossen waren. Am Wochenende des Vorfalls im Juli hatten bis zu 3500 Menschen zunächst friedlich gefeiert.

Danach kam es zu Ausschreitungen, laut Staatsanwaltschaft wurden fünf Polizisten verletzt. Die Randalierer sollen einen Sachschaden in Höhe von mindestens 14.600 Euro verursacht haben.

Den sieben Männern wird vorgeworfen, sich an den Ausschreitungen beteiligt zu haben. Ihnen werden Landfriedensbruch, Angriffe auf Polizisten und versuchte gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt.

Sie sollen Flaschen auf die Beamten geworfen haben – ob sie trafen, ist laut den Ermittlern unklar. Aufgrund der »unübersichtlichen Lage« könne man ihnen einen »tatsächlichen Verletzungserfolg« nicht nachweisen.

Beleidigende Parole

Einer der Angeklagten soll sich gegen die Festnahme gewehrt haben, ein weiterer soll das Schimpfwort »ACAB« gerufen haben (»All Cops Are Bastards«). Einem der Männer werden laut Ermittlern acht Flaschenwürfe vorgeworfen, er saß einen Monat in Untersuchungshaft.

Bei den Angeklagten handelt es sich laut den Ermittlern um Männer im Alter von 18 bis 31 Jahren. Sie haben demnach die deutsche, syrische oder polnische Staatsangehörigkeit.

Nach den Krawallen hatte die Stadtverwaltung ein Betretungsverbot für den Opernplatz ausgesprochen.

jpz/dpa
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