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19. März 2019, 16:01 Uhr

Tote Frau im Niddapark

Frankfurter Gastronom wegen Mordes angeklagt

Im Mai 2018 wurde die Leiche einer Frau im Frankfurter Niddapark gefunden. Nun muss sich ihr ehemaliger Geschäftspartner wegen Mordes verantworten. Die beiden hatten Übergriffe von Migranten erfunden.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Mordanklage gegen einen Gastronomen erhoben, der 2017 im Mittelpunkt einer erfundenen Geschichte über sexuelle Übergriffe von Zuwanderern in der Silvesternacht stand.

Jan M. soll seine 29-jährige Geschäftspartnerin Irina A. aus Habgier getötet haben, wie die Anklagebehörde mitteilte. Außerdem ist der 51-Jährige wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen Betrugs an einem langjährigen Geschäftspartner im Umfang von 120.000 Euro angeklagt (Mehr zu dem Fall lesen Sie hier).

M. und A. hatten Anfang 2017 der "Bild"-Zeitung erzählt, in der Silvesternacht habe es in der sogenannten Freßgass in Frankfurt sexuelle Übergriffe, Körperverletzungen, Diebstähle sowie äußerst aggressives Verhalten "von Massen an Flüchtlingen" gegeben. Die Geschichte stellte sich als Lüge heraus.

Im November 2017 erhob die Staatsanwaltschaft deswegen Anklage gegen die Frau und den Mann. Im Mai 2018 wurde die Leiche der Frau in einem Park in Frankfurt gefunden. Die 29-Jährige starb nach Angaben der Polizei durch mehrere Stichverletzungen. Am Tatort wurde Blut des Gastronomen gefunden, er kam in Haft.

bam/AFP

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