Opfer offenbar hirntot Brutaler Angriff auf Busfahrer schockiert Frankreich

Weil er einer Gruppe ohne Schutzmasken die Mitfahrt verwehrt haben soll, ist ein Busfahrer in Südfrankreich attackiert worden. Der Mann sei hirntot, berichten mehrere Medien.
Polizisten in Bayonne (Archivbild): Der attackierte Busfahrer hatte offenbar Menschen ohne Schutzmaske zurückgewiesen

Polizisten in Bayonne (Archivbild): Der attackierte Busfahrer hatte offenbar Menschen ohne Schutzmaske zurückgewiesen

Foto: VINCENT WEST/ REUTERS

In Frankreich hat ein Übergriff auf einen Busfahrer landesweit Entsetzen ausgelöst. Der 50-Jährige sei bei der Attacke im Südwesten des Landes lebensgefährlich verletzt worden und inzwischen hirntot, berichteten mehrere Medien .

Der Bus fuhr demnach für einen Transportverbund in der ländlichen Region im Département Pyrénées-Atlantiques. Der Fahrer hatte den Berichten zufolge im nahe der Grenze zu Spanien gelegenen Bayonne am Sonntagabend vier Menschen an einer Haltestelle zurückgewiesen. Sie wollten trotz Maskenpflicht ohne Schutzmasken und gültige Fahrscheine in den Bus einsteigen. Ein Mann schlug dem Busfahrer den Berichten  zufolge daraufhin von hinten heftig auf den Kopf.

Kollegen des Fahrers legten die Arbeit nieder

Fünf Menschen seien nach der Tat in Polizeigewahrsam genommen worden, berichtete der Radiosender France Bleu  in Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete hingegen unter Berufung auf die Polizei von einem Verdächtigen, der festgenommen worden sei. Weitere würden als flüchtig gelten.

Als Reaktion auf den Angriff auf ihren Kollegen machten den Berichten zufolge Busfahrer des Verbunds von ihrem Recht Gebrauch, wegen hoher psychischer Belastung ihre Arbeit temporär niederzulegen. Der Transport mit Bussen sei deshalb am Montag weitgehend lahmgelegt gewesen, berichtete France Bleu. Für die Busfahrer wurde demnach psychologische Betreuung bereitgestellt.

In Frankreich gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln in der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht. Vielerorts müssen Fahrgäste ihre Tickets zudem vorab am Automaten kaufen.

kko/dpa/AFP
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