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29. Juli 2019, 02:25 Uhr

Möglicher Racheakt

Drei Tote nach Schüssen an Tankstelle in Südfrankreich

Der genaue Tathergang gibt noch Rätsel auf: Im südfranzösischen Ollioules sind mehrere Menschen erschossen worden. Einige der Opfer könnten zufällig in die Schusslinie geraten sein.

Eine Bluttat erschüttert den Süden Frankreichs - und längst sind noch nicht alle Fragen zu dem tragischen Vorfall geklärt. Durch Schüsse an einer Tankstelle sind Berichten zufolge drei Menschen getötet worden.

Die Tat ereignete sich am Sonntagabend gegen 20 Uhr in der Stadt Ollioules nahe Marseille, wie der Sender Franceinfo unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete. Ein Verdächtiger war demnach am späten Sonntagabend noch auf der Flucht. Mehrere französische Medien berichteten, es könnte sich um einen Racheakt mit unklaren Hintergründen handeln.

Der Bürgermeister der Stadt, Robert Bénéventi, bestätigte den tödlichen Vorfall auf Facebook. Laut der Regionalzeitung "Var-Matin" scheint es sich bei zweien der Opfer um ein Touristenpaar zu handeln, das in einem Auto saß - demnach wurde der Fahrer verletzt und die Beifahrerin getötet. Neben der Frau starben nach Angaben von Franceinfo auch zwei Männer. Unterschiedliche Berichte gab es darüber, ob auch die beiden Männer Zufallsopfer waren. Sie starben im Krankenhaus, während die Frau noch vor Ort ihren Verletzungen erlegen sein soll.

Wem galt die Attacke ursprünglich?

"Dieses Drama berührt mich schrecklich", sagte Bürgermeister Bénéventi "Var-Matin". Die Schüsse hätten auch zwei polizeibekannte Jugendliche getroffen. Unklar ist, ob Bénéventi auch nahelegen wollte, dass die beiden jungen Männer das eigentliche Ziel der Attacke gewesen sein könnten.

Die Abgeordnete Cécile Muschotti, die für die Region in der Nationalversammlung sitzt, sagte dem Sender BFMTV: "Der Ort, an dem das Drama stattfand, ist ein geschäftiger, eher ruhiger Ort, auch wenn er nicht sehr weit von den schwierigsten Vierteln entfernt ist."

jok/dpa/AFP

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