Frankreich Falscher Bombenalarm aus Eifersucht - Frau muss ins Gefängnis

Eine eifersüchtige Ehefrau hat dem Genfer Flughafen mit einem Anschlag gedroht, um die Geliebte ihres Mannes am Urlaub zu hindern. Nun wurde sie im Schnellverfahren verurteilt.


Aus Eifersucht ist eine Frau in Frankreich deutlich zu weit gegangen: Weil sie die Geliebte ihres Ehemannes mit einer falschen Flughafen-Bombendrohung an einer Urlaubsreise hindern wollte, soll sie nun ins Gefängnis. Das Strafgericht der ostfranzösischen Stadt Annecy verhängte eine dreimonatige Haftstrafe gegen die 41-Jährige, wie die Staatsanwaltschaft ammitteilte. Drei weitere Monate Haft wurden zur Bewährung ausgesetzt.

Die vierfache Mutter hatte am Dienstagabend beim Flughafen in Genf angerufen. Sie gab an, am folgenden Tag werde jemand mit einer Bombe zum Flughafen kommen. Die Sicherheitsmaßnahmen an dem Flughafen wurden daraufhin deutlich verstärkt - bis sich herausstellte, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

Polizeieinsatz am Mittwoch in Genf
REUTERS

Polizeieinsatz am Mittwoch in Genf

Die Behörden konnten die Nummer der Anruferin nach Annecy zurückverfolgen. Die französische Stadt liegt weniger als eine Autostunde von Genf entfernt. Der jetzt verurteilten 41-Jährigen wurde in einem Schnellverfahren der Prozess gemacht.

Die Anwältin der Frau beteuerte, ihre Mandantin bereue den Anruf. "Wir haben es hier mit einer verletzten Frau zu tun, seit 22 Jahren verheiratet, die nur aus Verärgerung von einer Bombe gesprochen hat", sagte die Anwältin der Regionalzeitung "Le Dauphiné Libéré".

mxw/AFP



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