Mutmaßlicher Übergriff vor Freiburger Disco 25-Jähriger nicht mehr wegen Vergewaltigung angeklagt

Einer der Angeklagten im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg könnte bald freikommen. Dem Mann kann laut Staatsanwaltschaft nur noch unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen werden.

Angeklagte im Gericht: Ein 25-Jähriger kommt vermutlich bald frei
Patrick Seeger/ dpa

Angeklagte im Gericht: Ein 25-Jähriger kommt vermutlich bald frei


Im Fall einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg hat die Staatsanwaltschaft den Vergewaltigungsvorwurf gegen einen der elf Angeklagten fallengelassen. Seine Verteidigung beantragte, ihn nach elf Monaten aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

Der Vorwurf der Vergewaltigung gegen den Mann aus Syrien könne nicht aufrechterhalten werden, sagte Staatsanwalt Rainer Schmid vor dem Landgericht. Es gebe keine Beweise, von dem 25-Jährigen seien auch keine DNA-Spuren gefunden worden.

Gegen den Mann bleibe der Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung bestehen. Dieser rechtfertige aber keine Untersuchungshaft. Ob der Haftbefehl aufgehoben wird, muss nun das Gericht entscheiden.

Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen die zehn anderen Angeklagten bleiben laut Staatsanwaltschaft bestehen. Beschuldigt in dem Ende Juni begonnenen Prozess sind elf Männer von 18 bis 30 Jahren - die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Sie sitzen seit ihren Festnahmen in Untersuchungshaft.

Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober 2018 die 18-Jährige nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vor der Diskothek vergewaltigt zu haben. (Lesen Sie hier mehr zu dem Fall.) Die Angeklagten bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen.

bbr/dpa

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