Zwischenfall am Flugplatz Freiburg Drohne kommt Motorsegler in die Quere

Der Pilot konnte noch rechtzeitig ausweichen: In Freiburg hat eine Drohne zu einem Polizeieinsatz geführt. Bislang ist unklar, wer für den Zwischenfall verantwortlich ist.


Eine Drohne hat einen Motorsegler im Anflug auf den Freiburger Flugplatz gefährdet. Die kritische Situation ereignete sich am Freitagnachmittag in einer Höhe von etwa 300 Metern nahe des Hauptbahnhofs, wie die Polizei mitteilte.

Der Pilot des Motorseglers habe dem ferngesteuerten Fluggerät ausweichen können. Der Drohnenführer muss sich nach Einschätzung der Polizei in der Nähe des Hauptbahnhofs aufgehalten haben. Die Beamten ermitteln wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr (mehr über Drohnen und die damit einhergehende Gefahr erfahren Sie hier).

Die Vielzahl von Drohnen wird zusehends zu einem Problem - mit dem sich auch die Sicherheitsbehörden beschäftigen. Im August hatte das Bundeskriminalamt (BKA) erstmals den Einsatz von Technik zur Abwehr ferngesteuerter Fluggeräte bestätigt. So habe im Mai ein Störsender in Berlin den Anflug einer Drohne gestoppt.

Neben dem Bundeskriminalamt verfügt laut Regierung auch die Bundespolizei über "technische Systeme zur Detektion und zur Abwehr von Drohnen". Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei allein in Berlin 118 unerlaubte Drohnenflüge, 54 davon im Regierungsviertel. Gegenüber 2016 haben sich die Verstöße gegen Flugverbote mehr als verdoppelt. Die Zahl der potenziell gefährlichen Sichtungen von Drohnen in der Nähe von Flughäfen hat sich seit 2015 sogar mehr als verzehnfacht.

Das BKA warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch Drohnen. "Die Palette der kriminellen Einsatzmöglichkeiten ist breit gefächert", teilte die Behörde im August mit. Denkbare Szenarien reichten von Störungen von Veranstaltungen über Ausspähungen "bis hin zu möglichen terroristischen Anschlägen, zu deren Zielen auch Großveranstaltungen gehören können".

mxw/dpa



insgesamt 15 Beiträge
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kraftmeier2000 16.11.2019
1. Es wird Zeit,
das man diesen Verantwortungslosen Drohnen "Piloten" die Grenzen aufzeigt, und der den man zu fassen bekommt bei solchen Aktionen auch dementsprechend auch bestraft. Sagen wir mal Einzug des Geräts, und eine hohe Geldstrafe. Und ganz nebenbei sollte jeder der sich solch ein Ding kauft, verpflichtet werden einen "Führerschein" zu machen.
smartphone 16.11.2019
2. wg Grenzen
Das Problem sind btw nicht zB professionelle Kameradrohnenflieger ,sondern irgendwelche "Hobby"kaufer, die auf dem gleichen Level agieren wie Gaffer etc. Oder mal anders formuliert , Die Drohnen noch die Piloten wurden bei/nach den erforderlichen(!) Flugplatzschließung in Londen Gatwick noch in Frankfurt gefunden/festgenommen . Idioten gibts überall . Problematischer sind übrigens Leute ,die beim Anblicke eines Quadrocopters quasi handgreiflich werden und gar mit Waffen schon agieren . Geht man so auch auf SUV Fahrer los ?
Jippi 16.11.2019
3. Es war schon längst Zeit
@Kraftmeioer2000 Alles was du forderst ist schon längst in Recht und Gesetz verankert. Aber die Drohnenverordnung hindert numal solche Leute nicht daran, genau wie die StVO Raser nicht aufhält. Aber hauptsache erstmal ne Gesetzeskeule für alle fordern... Man kann Dummheit nicht wegregulieren.
thomas.weltbürger 16.11.2019
4. Unbekannte gefährden die Luftfahrtsicherheit?
Ich kenne mich mit den geltenden Gesetzen bezüglich Drohnen wirklich nicht aus. Aber ich frage mich, warum diejenigen nicht ermittelt werden können, die mit ihrer Drohne die Luftfahrtsicherheit (oder wie auch immer das korrekt heißt) gefährden. Da jede Drohne wie jedes andere netzwerkfähige Geräte eine individuelle MAC-Adresse besitzt, könnte diese beim Kauf auf den neuen Besitzer registriert werden - wie ein KfZ-Kennzeichen. Selbstverständlich kann man MAC-Adressen auch fälschen, genau wie KfZ-Kennzeichen. Dann kommt zum gefährlichen Unfug jedoch noch kriminelle Energie hinzu und Routinekontrollen wären in der Lage diese Fälschungen aufzudecken.
vox veritas 16.11.2019
5.
Was bitte schön macht ein Motorsegler in der Nähe eines Hauptbahnhofs? Ich bin mir sicher, daß es dort ein generelles Überflugverbot gibt.
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