Freiburg Polizei nimmt nach mutmaßlicher Vergewaltigung acht Männer fest

In Freiburg sollen mehrere Männer eine junge Frau nach einem Diskobesuch vergewaltigt haben. Ermittler nahmen acht Tatverdächtige fest.

In Freiburg sitzen acht Männer wegen des dringenden Tatverdachts der Vergewaltigung in Untersuchungshaft. Sie sind zwischen 19 und 29 Jahren alt und sollen sich am 14. Oktober vor einer Freiburger Diskothek an einer jungen Frau vergangen haben, teilten das Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft Freiburg mit.

Die 18-Jährige bekam ihren Angaben zufolge in der Diskothek von einem Mann ein Getränk. Die Ermittler gehen davon aus, dass Drogen in das Getränk gemischt worden waren. Um welche Substanzen es sich handelte, ist bislang unklar.

Gegen Mitternacht verließ die 18-Jährige nach eigenen Angaben mit dem Mann den Club. In einem Gebüsch soll er sie vergewaltigt haben. Anschließend hätten sich weitere, bis dahin noch unbekannte Täter an der zwischenzeitlich wehrlosen Frau vergangen. Sie soll betäubt gewesen sein.

Die junge Frau erstattete Anzeige. Sechs Tage nach der Tat nahmen Polizisten einen 19-jährigen Syrer in einer Flüchtlingsunterkunft fest. Laut Polizei brachte sie ein DNA-Abgleich auf seine Spur.

Weitere Ermittlungen führten schließlich zu sieben weiteren Tatverdächtigen, sechs Syrern und einem Deutschen. Die Polizei schließt nicht aus, dass noch weitere Personen an der Tat beteiligt waren.

Laut den Ermittlern wurden alle Tatverdächtigen im Stadtkreis Freiburg sowie im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald festgenommen. Fast alle seien bereits vorher polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen Körperverletzungsdelikten.

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) verurteilte die Tat. Für Straftäter dürfe es keine Toleranz geben, sagte er. Zugleich warnte der 33-Jährige vor vorschnellen Urteilen. Straftaten wie diese dürften nicht dazu dienen, Flüchtlinge pauschal zu verurteilen. Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Migranten verhalte sich gesetzestreu. Sein Ziel sei, Freiburg gemeinsam mit der Polizei sicherer zu machen.

sen
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