Staufener Missbrauchsfall Urteil gegen Christian L. ist rechtskräftig

Christian L. wurde unter anderem wegen Kindesmissbrauchs zu zwölf Jahren Gefängnis und Sicherungsverwahrung verurteilt. Erst ging der 39-Jährige dagegen vor - doch nun hat er seine Revision zurückgezogen.
Christian L. (Archiv)

Christian L. (Archiv)

Foto: Pool/ Getty Images

Das Urteil gegen den Hauptangeklagten im Staufener Missbrauchsfall ist rechtskräftig. Christian L., der den Sohn seiner Lebensgefährtin missbrauchte, habe seine Revision zurückgezogen, teilte das Landgericht Freiburg mit. Dies habe er am Montag über seine Verteidigerin erklären lassen. Gegen das Urteil gebe es nun keine Rechtsmittel mehr.

Das Landgericht Freiburg hatte den 39-Jährigen Anfang August zu zwölf Jahren Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. L. hatte zunächst Revision eingelegt, um die schriftliche Urteilsbegründung prüfen zu können.

Die 48 Jahre alte Mutter des Kindes war im selben Prozess zu zwölfeinhalb Jahren Haft ohne Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Sie hatte den Richterspruch direkt anerkannt und auf Revision verzichtet.

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Die beiden Verurteilten hatten gestanden, den damals in Staufen lebenden Jungen mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen zu haben. Zudem sollen sie das Kind sowie ein kleines Mädchen auch selbst mehrfach sexuell missbraucht haben. Christian L. hatte sich selbst als "Haupttäter" bezeichnet.

bbr/dpa
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