Sohn des Ex-Bundespräsidenten Abschied von getötetem Fritz von Weizsäcker

Hunderte Menschen sind zur Trauerfeier für Fritz von Weizsäcker nach Berlin gekommen. Der Mediziner war bei einem Vortrag von einem mutmaßlich psychisch Kranken erstochen worden. 

Nach der Trauerfeier wird der Sarg von Fritz von Weizsäcker von Sargträgern aus der Kirche getragen
Christoph Soeder/ DPA

Nach der Trauerfeier wird der Sarg von Fritz von Weizsäcker von Sargträgern aus der Kirche getragen


In Berlin haben Familie, Freunde und Kollegen Abschied von dem getöteten Arzt Fritz von Weizsäcker genommen. Bei einer Trauerfeier erwiesen mehrere Hundert Menschen dem Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker die letzte Ehre.

Unter den Trauernden war auch die Mutter des Getöteten, Marianne von Weizsäcker. Der Chefarzt der Berliner Schlosspark-Klinik war am Abend des 19. November bei einem Vortrag erstochen worden. Ein Zuhörer war mit einem Messer auf den 59-Jährigen losgegangen. Für den renommierten Mediziner kam jede Hilfe zu spät.

"Wir müssen ertragen, was wir nicht begreifen können", sagte Pfarrerin Cornelia Kulawik bei der Trauerfeier in der Jesus-Christus-Kirche vor etwa 600 Trauergästen. Darunter waren auch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sowie der Anwalt und Kunstförderer Peter Raue.

In seiner Predigt zeichnete Wolfgang Huber das Bild eines Humanisten mit ständiger Einsatzbereitschaft, Klugheit und Herzensgüte. Fritz von Weizsäcker sei seinen Patienten mit Würde entgegengekommen und habe sich für Familie und Beruf gleichermaßen interessiert.

Trauergäste während der Beisetzung auf dem Waldfriedhof in Berlin-Dahlem.
Christoph Soeder/ DPA

Trauergäste während der Beisetzung auf dem Waldfriedhof in Berlin-Dahlem.

Die Beisetzung erfolgte auf dem Waldfriedhof am Hüttenweg. Dort hat auch Richard von Weizsäcker seine letzte Ruhestätte, der 2015 starb. Fritz von Weizsäcker war das jüngste von vier Kindern der Familie. Sein Bruder Andreas starb 2008.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angreifer psychisch krank sein und "wahnbedingt" eine Abneigung gegen die Familie entwickelt haben. Der 57-Jährige wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Gegen ihn wird noch ermittelt.

sen/ala/dpa



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