Tödlicher Angriff auf Fritz von Weizsäcker Verletzter Polizist erneut operiert

Beim Attentat auf den Mediziner Fritz von Weizsäcker griff ein anwesender Polizist ein und wurde schwer verletzt. Jetzt musste der Beamte nachoperiert werden. Die Gewerkschaft zollt ihm "allergrößten Respekt".

Polizeifahrzeug vor der Schlosspark-Klinik (am 20. November): Der Beamte ist nicht in Lebensgefahr
Michele Tantussi/ Getty Images

Polizeifahrzeug vor der Schlosspark-Klinik (am 20. November): Der Beamte ist nicht in Lebensgefahr


Der Polizist, der beim tödlichen Angriff auf den Berliner Arzt Fritz von Weizsäcker verletzt wurde, ist erneut operiert worden. Es gehe ihm "den Umständen entsprechend", sagte ein Polizeisprecher. Der 33-Jährige habe nachoperiert werden müssen, er sei aber nicht in Lebensgefahr.

Der Beamte war privat beim Vortrag von Weizsäcker in der Schlosspark-Klinik gewesen, als ein Angreifer den Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit einem Messer am Hals tödlich verletzte. Während der Polizist den Angreifer überwältigte, wurde er jedoch ebenfalls verletzt und musste anschließend in einem Krankenhaus operiert werden.

Sein Eingreifen verdiene "allergrößten Respekt", teilte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin mit. Man hoffe, dass sowohl seine schweren körperlichen als auch die seelischen Wunden "schnellstmöglich und vor allem vollständig verheilen".

Der Angreifer Gregor S., ein 57-Jähriger aus Rheinland-Pfalz, wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Wegen einer akuten psychischen Erkrankung erließ ein Richter einen sogenannten Unterbringungsbefehl - der Mann wurde in eine Psychiatrie gebracht. Um welche Einrichtung es sich handelt, sagte die Staatsanwaltschaft nicht.

Thomas Frey/dpa

Das Motiv des Angreifers liege in einer "wohl wahnbedingten allgemeinen Abneigung des Beschuldigten gegen die Familie des Getöteten", hieß es von den Ermittlern.

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jki/dpa

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