Fußball-Eklat in Duisburg Schiedsrichter müssen nach schweren Attacken ins Krankenhaus

Auf dem Feld spielten sich regelrechte Jagdszenen ab: In einer Partie der Duisburger Kreisliga sind zwei Unparteiische von Spielern angegriffen worden. Der Trainer des Teams fordert eine lebenslange Sperre.

Jagdszenen in der Kreisliga: Ein Spieler des TuS Asterlagen sieht Rot - leider im doppelten Wortsinn
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Jagdszenen in der Kreisliga: Ein Spieler des TuS Asterlagen sieht Rot - leider im doppelten Wortsinn


In Duisburg ist ein Fußball-Amateurspiel wegen eines Gewalteklats abgebrochen worden. Schiedsrichter Samet Alpaydin und sein Assistent Tobias Koch wurden bei der Partie zwischen TuS Asterlagen und dem Büdericher SV mit Schlägen und Tritten verletzt und mussten anschließend in einem Krankenhaus behandelt werden. Gegen zwei Spieler und einen Co-Trainer wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Mehrere Einsatzkräfte rückten an, um die Situation wieder zu beruhigen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über den Vorfall berichtet.

Alpaydin hatte kurz nacheinander zwei Spieler von Asterlagen mit Rot vom Feld gestellt, als ein Spieler des Vereins dem Schiedsrichter ins Gesicht schlug. Mindestens eine weitere Person soll den Assistenten "per Karatesprung zu Boden gebracht" haben, wie Büderich-Trainer Stefan Tebbe der "Neue Ruhr Zeitung" sagte. (Hier geht es zum Spielbericht der Partie auf fussball.de).

Asterlagen entschuldigte sich für die Übergriffe

"Einer der Assistenten wurde am Boden liegend getreten. Die Schiedsrichter sind im Sprint in die Kabine geflüchtet", sagte Staffelleiter Peter Hanisch. Laut der "NRZ" wurde noch vor Ort Strafanzeige gestellt.

Asterlagen entschuldigte sich umgehend für die Übergriffe. "Die gesamte Arbeit und vor allem Freude der bisher erfolgreichen Saison wurde durch das unkontrollierbare Fehlverhalten eines Spielers unwiderruflich beschädigt", schrieb der Verein bei Facebook. Trainer Tugay Yilmazer fordert eine lebenslange Sperre des Spielers.

Asterlagen hätte das Relegationsspiel 8:0 gewinnen müssen, führte zum Zeitpunkt des Abbruchs jedoch "nur" 3:0.

Im Video: Auf unterstem Niveau - Gewalt im Amateurfußball

SPIEGEL TV

bam/sid/dpa

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