Ausschreitungen in Hamburg Gewalttäter bei G20-Gipfel waren überwiegend Einheimische

Für die Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg wurden oft Gewalttouristen aus dem Ausland verantwortlich gemacht. Doch mehr als 60 Prozent der Tatverdächtigten stammen aus dem Großraum der Hansestadt.
Polizisten beim G20-Gipfel in Hamburg: 85 Prozent Verdächtige aus Deutschland

Polizisten beim G20-Gipfel in Hamburg: 85 Prozent Verdächtige aus Deutschland

Foto: Christian Charisius/dpa

Die Gewalttäter bei den G20-Protesten vor gut zwei Jahren in Hamburg kamen offenbar überwiegend aus Hamburg und Umgebung. Von den bis Anfang Juli ermittelten 942 Tatverdächtigen stammten mindestens 61,5 Prozent aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wie aus einer Antwort des Senats  auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bürgerschaftsfraktion hervorgeht.

Die Polizei ermittelte demnach 802 mutmaßliche Täter aus Deutschland (85 Prozent) und 103 aus dem Ausland (11 Prozent). Zu 37 verdächtigen Personen (4 Prozent) lagen keine Erkenntnisse zum Wohnsitz vor.

Direkt nach den schweren Ausschreitungen vom 6. bis zum 8. Juli 2017 hatten Politiker und Vertreter der lokalen linken Szene die Vermutung geäußert, viele der Gewalttäter seien aus dem Ausland nach Hamburg gekommen.

apr/dpa
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