Krawalle beim G20-Gipfel Polizei will bis zu 170 Sonderermittler einsetzen

Nach den Krawallen am Rande des G20-Gipfels soll eine Sonderkommission für die Fahndung nach den Gewalttätern eingesetzt werden. Einen Großteil der bis zu 170 Ermittler will die Polizei Hamburg stellen.
G20-Krawalle im Hamburger Schanzenviertel

G20-Krawalle im Hamburger Schanzenviertel

Foto: PAWEL KOPCZYNSKI/ REUTERS

Die Polizei Hamburg will mit einer Sonderkommission nach den Gewalttätern vom G20-Gipfel fahnden. Dafür will der Innensenat bis zu 170 Ermittler einsetzen. Etwa hundert bis 110 Beamte sollen aus Hamburg kommen und bis zu 60 weitere aus anderen Bundesländern, sagte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer.

Der Polizei liege umfangreiches Beweismaterial vor, sagte Meyer. Er sprach von mehr als 2000 Fotos, die ausgewertet werden sollen. Die Bilddateien stammen demnach teilweise von Handyaufnahmen, die der Polizei von Zeugen zur Verfügung gestellt wurden. Zudem müssten Hunderte Stunden Videoaufnahmen der Sicherheitskräfte ausgewertet werden, so Meyer. Bislang seien rund 50 Haftbefehle ausgestellt worden.

Meyer erklärte, bei den Krawallen seien auch ausländische Gewalttäter mit einer "sehr professionellen, kriminellen Straßenkämpfer-Mentalität" registriert worden. Zu den nun eingeleiteten Maßnahmen gehöre auch die Untersuchung der Tatorte. Dabei werde nach Fingerabdrücken und DNA-Spuren gesucht und Zeugen befragt.

Am Rande des G20-Gipfels hatte es von Donnerstag bis Sonntag schwere Krawalle gegeben. In mehreren Stadtteilen entstanden dabei massive Schäden. Fast 500 Beamte und Dutzende Demonstranten wurden verletzt.

asc/dpa/Reuters
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