Gabun Piraten töten Kapitän und entführen Matrosen
Die Seerouten vor der westafrikanischen Küste zählen zu den gefährlichsten der Welt. Am Sonntag ist es in einem Hafen in Gabun zu blutigen Angriffen gekommen: Piraten haben vier Schiffe überfallen. Ein Kapitän sei getötet worden, vier chinesische Matrosen seien verschleppt worden, teilte ein Sprecher der Regierung des westafrikanischen Landes mit. Der getötete Kapitän stammte demnach aus Gabun.
Im Golf von Guinea häuften sich in der Vergangenheit Angriffe auf Schiffe. Unter anderem plünderten Piraten Schiffsladungen und forderten Lösegeld für entführte Besatzungsmitglieder.
Die Entwicklung beeinträchtigt die internationalen Schiffsrouten in der Region, in der mit Angola und Nigeria zwei der größten afrikanischen Erdölproduzenten liegen. Sie kostet die Weltwirtschaft Milliarden Dollar.
Zuletzt ist das norwegische Frachtschiff "MV Bonita" der Reederei J.J. Ugland vor der Küste Westafrikas von Piraten gekapert worden. Das Schiff habe vor Benin vor Anker gelegen, als neun Besatzungsmitglieder entführt worden seien, teilte das Unternehmen im November mit.
Im August wurden acht Besatzungsmitglieder vor Kamerun vom Schiff einer deutschen Reederei entführt. Und vor Nigeria traf es im Juli zehn türkische Seeleute.
Anmerkung: In einer früheren Fassung hieß es, vor Nigeria seien zehn Segler entführt worden. Wir haben den Fehler korrigiert.