Chemikalie entzündet sich bei Sauerstoff-Kontakt Zehnjähriger findet Phosphorbecher aus Zweitem Weltkrieg – Brandverletzungen

Ein Junge hat während einer Ferienfreizeit in Bayern schwere Handverletzungen erlitten. Der Zehnjährige hatte zuvor im Eibsee eine rostige Dose gefunden – und mit in die Unterkunft genommen.
Gefährlicher Fund: Phosphorbecher aus dem Zweiten Weltkrieg

Gefährlicher Fund: Phosphorbecher aus dem Zweiten Weltkrieg

Foto: PP Oberbayern Süd

Der Fund eines sogenannten Phosphorbechers aus dem Zweiten Weltkrieg hat in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen zu einem Großeinsatz der Rettungsdienste bei einer Kinderfreizeit geführt. Ein zehnjähriger Junge habe den Becher am Donnerstagabend im seichten Wasser des Eibsees gefunden, teilte die Polizei Oberbayern Süd in Rosenheim mit .

In der Unterkunft in Grainau habe der Becher plötzlich zu rauchen begonnen. Der Junge habe ihn dann nach draußen tragen wollen und dabei schwere Brandverletzungen an den Händen erlitten. Die übrigen Kinder und Betreuer seien wegen des Rauchs nach draußen gegangen, hieß es.

Bei Kontakt mit Sauerstoff entzündet sich Phosphor und raucht, weshalb die Chemikalie in Brandbomben, sowie Blend- und Rauchgranaten zum Einsatz kam.

200 Einsatzkräfte vor Ort

Da die Hintergründe unklar gewesen seien, sei ein Großaufgebot von 200 Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdiensten alarmiert worden.

Die Freizeit musste den Angaben zufolge beendet werden. Die Unterkunft war demnach vom Rauch kontaminiert, sodass die Kinder von ihren Familien abgeholt werden mussten.

Der Zehnjährige sei wegen seiner Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden. Auch ein neunjähriges Mädchen, das einen leichten Schock erlitt, wurde laut Polizeimitteilung über Nacht stationär aufgenommen.

wit/AFP
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