Waffenrecht Gefährliche Pfeilpistolen - SPD fordert schärferes Gesetz

Pfeilpistolen können tödlich sein, dennoch sind die Geräte in Deutschland frei verkäuflich. SPD-Politiker Burkhard Lischka hält die geltenden Regeln für "reichlich irrsinnig".


Die SPD drängt auf eine Verschärfung im Waffengesetz. Dieses erlaubt den freien Verkauf von speziellen Geräten, die Pfeile abschießen, selbst wenn diese tödlich sein können.

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Heft 51/2018
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So wird etwa die schwedische Pfeilpistole "FX Ranchero Arrow" im Internet als "ganz neue Dimension in puncto 'freie Waffen' in Deutschland" beworben. Laut Anbietern werden die Pfeile mit einer Mündungsenergie von 40 Joule abgefeuert. Luftgewehre hingegen sind nur bis zu einer Bewegungsenergie von 7,5 Joule frei verkäuflich.

Das Bundesinnenministerium erklärt die Regelungslücke damit, dass nur Schusswaffen dem Waffengesetz unterliegen, bei denen "Geschosse durch einen Lauf getrieben werden".

Burkhard Lischka, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, fordert deshalb das Ministerium auf, dem Bundestag Vorschläge vorzulegen, um die Gesetzeslücke zu schließen. "Ich halte es für reichlich irrsinnig, wenn wir die Gefährlichkeit von Waffen davon abhängig machen, ob das Geschoss aus einem Lauf kommt oder wie eine Rakete abgefeuert wird", sagt Sozialdemokrat Lischka.

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