GSG-9-Einsatz Schüsse in Gelsenkirchen - Festnahme von Mörder scheitert

Die Spezialeinheit GSG 9 wollte in Gelsenkirchen einen mutmaßlichen Mörder festnehmen, doch der Einsatz schlug fehl. Nachdem Beamte das Feuer eröffneten, entkam der Gesuchte.
Polizisten in Gelsenkirchen

Polizisten in Gelsenkirchen

Foto: Marcel Kusch/ dpa

Ein Einsatz von GSG 9, BKA und Polizei in der Gelsenkirchener Innenstadt gegen einen mutmaßlichen Mörder aus Bosnien-Herzegowina ist fehlgeschlagen. Der 27-Jährige ist immer noch auf der Flucht. Gegen den Mann laufe ein Auslieferungsverfahren auf der Grundlage von drei internationalen Haftbefehlen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Hamm mit.

Der Gesuchte floh demnach zunächst in einem Auto als Beifahrer und dann zu Fuß. Polizisten gaben bei dem Einsatz am Dienstag noch Schüsse auf den Wagen ab, doch die Flucht des Mannes konnten sie nicht mehr verhindern.

Der Fahrer des Wagens wurde festgenommen. Gegen ihn wird wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Bei dem Festgenommenen habe es sich vermutlich um einen flüchtigen Bekannten des Gesuchten gehandelt, sagte eine Sprecherin.

Auf der Flucht habe das Auto kurz gehalten. Der mutmaßliche Mörder konnte zu Fuß weiter fliehen. Der Fahrer sei dort festgenommen worden. Er sei inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Dem Mann wird unter anderem ein gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen, den er im September 2012 im bosnisch-herzegowinischen Zenica begangen haben soll. Das Stadtgericht von Zenica erließ drei Haftbefehle gegen ihn, die dann international ausgeschrieben wurden. Das Oberlandesgericht Hamm ordnete im März Auslieferungshaft an. Die Generalstaatsanwaltschaft Hamm beauftragte daraufhin das Bundeskriminalamt mit der Zielfahndung.

Da man bei der Festnahme des Gesuchten mit einer Gefährdung der Einsatzkräfte habe rechnen müssen, sei die Spezialeinheit eingesetzt worden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Hamm. Warum die Festnahme nicht gelang, ist nicht bekannt.

Die Schüsse der beteiligten Polizisten sind für die Generalstaatsanwaltschaft kein Anlass für Ermittlungen. Es fehle ein Anfangsverdacht für ein strafbares Verhalten. Die Fahndung nach dem 27-Jährigen dauert an.

cnn/dpa/AFP
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